Privatschule geplant : Internationale Schule für Halstenbek

Internationales und deutsches Abitur: Neben der Japanischen Schule in Halstenbek entsteht eine Privatschule mit internationalem Campusleben.
Internationales und deutsches Abitur: Neben der Japanischen Schule in Halstenbek entsteht eine Privatschule mit internationalem Campusleben.

Bauherr Britannica International School plant Privatlehranstalt neben Japanischer Schule. Start ab 2016 für künftig bis zu 300 Schüler.

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18. Juli 2014, 16:00 Uhr

Halstenbek | Damit dürfte die Gemeinde Halstenbek international für Schlagzeilen sorgen: Auf dem Areal, unmittelbar angrenzend an die Japanische Schule, soll ab September 2016 eine Privatschule ihren Betrieb aufnehmen. Dort sollen künftig Schüler das nationale und internationale Abitur ablegen können. Bauherr für den Millionen-Komplex an der Dockenhudener Chaussee ist die Britannica International School.

Die ersten Weichen sind gestellt: Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten im nicht öffentlichen Teil dem Vorbescheidsantrag für das Projekt zu. Mit diesem Votum mausert sich die Baumschulgemeinde zu einem Bildungsstandort der Güteklasse: Erinnert sei an die 2011 eingeweihte Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek, erinnert sei an das etwa 21 Millionen Euro teure Neubauprojekt des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums am Bickbargen. In Öffentlich-Privater Partnerschaft mit Hochtief geschultert, beginnt dort der Unterricht ab dem Schuljahr 2015/2016.

Hinter dem privaten Träger der internationalen Schule stehen drei Namen: Marie-Luise Stoll-Steffan, Kevin McNeany und die Halstenbekerin Cristina Costa Thiele. Das Trio besitzt Erfahrung mit der Gründung von international agierenden Schulen. Unterrichtssprache wird Englisch sein, Deutsch wird auf Muttersprachler-Niveau angeboten.

Stoll-Steffan stellte in Halstenbek das Konzept Verwaltung und Politik vor. Vorgesehen ist ein internationales Campusleben, der Kindergarten gilt für Kinder ab drei Jahren. Das International Baccalaureate (IB) sowie das Abitur sind möglich, unterrichtet wird in kleinen Klassen mit bis zu 20 Kindern und mit einem Lehrer für je neun bis zehn Schüler. Eine tägliche Ganztagsbetreuung bis 17 Uhr, auf Wunsch auch bis 18 Uhr, ist vorgesehen.

Der Schulterschluss mit der Japanischen Schule ist ein fester Bestandteil des Konzepts. Dazu gehören die gemeinsame Nutzung einer neuen Schwimmhalle sowie des Fußballplatzes mit Sportevents und Wettbewerben.

„Seit einem Jahr werden intensive Kontakte zur Planung der neuen Schule gepflegt“, bestätigte Jörn-Reimer Lemcke vom Fachdienst Bauverwaltung. Start für die sogenannte Pre-School und der Grundschule bis Klasse 5 soll im September 2016 sein. Zu Beginn werden bis zu 80 Schüler unterrichtet, Nahziel ist die Aufnahme von bis zu 300 Schülern.

Grundsätzlich kann jeder dabei sein. Vorausgesetzt, Eltern können das Schulgeld von bis zu 1000 Euro im Monat aufbringen. 30 Prozent davon sind über die Einkommensteuererklärung absetzbar. Geplant ist jedoch ein Antrag beim Bildungsministerium auf Anerkennung als Ersatzschule, um in den Genuss von staatlichen Fördermitteln zu kommen. Zudem sollen Stipendien für einkommensschwache Familien angeboten werden.

Helge Reimer vom Elmshorner Büro GRS Architekten rechne mit einer Bauzeit von bis zu 18 Monaten. „Details sind mit der Kreisverwaltung vorgeklärt“, so der Architekt. Vorgesehen sei, dass die Schule als erster Baukörper errichtet wird. Das Sportareal bildet den zweiten Bauabschnitt, der nach 2016 erfolgen soll.

Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag gestellt werden. Anfang 2015 könnte es losgehen.

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