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Integrations-Seminar wird Ex-Werkleiterin zum Verhängnis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

von
erstellt am 03.Mai.2017 | 13:23 Uhr

Bei dem Fachseminar zum Thema Friedhof beim Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands, welches die geschasste Werkhofleiterin Silkata Sahin-Adu ohne Genehmigung besuchte und für das sie angeblich verbotenerweise 160 Euro abrechnete, ging es um die Integration von Flüchtlingen. Das erläuterte Sahin-Adu gestern am Rande des Prozesses vor dem Arbeitsgericht in Elmshorn im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Zuvor hatte man mich darum gebeten, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, erklärte Sahin-Adu. Während des Seminars, das sie in ihrem Urlaub besuchte, habe sie sich mit einem Teilnehmer aus Berlin, wo Geflüchtete auf einem Friedhof arbeiten, ausgetauscht. Den Vorwurf der Anwältin Gyde Otto in der gestrigen Verhandlung, Sahin-Adu habe elf Seminare, allein acht zum Thema Friedhof, besucht, wies die ehemalige Werkleiterin entschieden zurück. „Es waren vier“, sagte Sahin-Adu.

Jan Gawryluk, ehemaliger Pinneberger Werkleiter und Vorsitzender des Verbands der Friedhofsverwalter Deutschlands, der gestern der Verhandlung auch beiwohnte, erklärte, dass der Pinneberger Friedhof seit 50 Jahren in dem Verband sei. Es sei eine Verpflichtung für einen Werkleiter, diese Fachseminare zu besuchen. „Der Friedhof macht jährlich ein Defizit von 100    000 Euro“, betonte Gawryluk.

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