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Halstenbek/Berlin : Integration - Ernst Dieter Rossmann fordert mehr Investitionen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sprachkurse für Asylbewerber: 500 Millionen Euro für Integration. SPD-Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann fordert mehr Investitionen. VHS kann profitieren.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2015 | 13:45 Uhr

Halstenbek/Berlin | Reicht das? 240 Millionen Euro pro Jahr gibt es für die Sprachförderung bundesweit. Bis Ende des Jahres werden von der Bundesregierung in Berlin weitere 50 Millionen draufgelegt. Für Ernst Dieter Rossmann, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Elmshorn, reicht das nicht: „Eine Verdoppelung der Investition für die Integration von Flüchtlingen durch Sprache ist dringend notwendig.“

Eine Forderung, bei der auch Beate Lorkowski, Leiterin der VHS Halstenbek, die Ohren spitzt: Die Weiterbildungseinrichtung bietet zurzeit zwei Integrationskurse für je 20 Menschen an. Hinzu kommt ein Kursus für 20 Asylbewerber – bei steigendem Bedarf“, betont Belén Gaudioso, zuständig für Sprachen.

Rossmann – in Begleitung von Halstenbeks SPD-Spitzen Jürgen Boller und Christoph Bittner sowie SPD-Germeinderat und VHS-Aufsichtsratschef Hans-Jürgen Peter – besuchte die Einrichtung in der Schulstraße 9, um sich ein Bild davon zu machen – nach einem Jahr Betrieb an diesem Standort in der Ex-Grundschule Nord. Er schielt dabei auf Donnerstag, 18. Juni: „An diesem Tag treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu einem Integrationsgipfel.“ Es geht um Geld.

Zur Erinnerung: Halstenbeks VHS ist seit 2005 legitimiert, Integrationskurse anbieten zu können. Das Profil habe sich seitdem verdreifacht, betont Gaudioso. Zertifikate wie der sogenannte B1-Sprachschein – Voraussetzung für die Einbürgerung – können an der VHS erworben werden. Alle sind sich einig: „Es ist wichtig, dass von Seiten der Bundesregierung aufgestockt wird.“

Weiteres Dilemma: Es sei zunehmend schwierig, qualifizierte Dozenten für die VHS zu gewinnen, so Gaudioso gegenüber Rossmann. Das konzentriere sich besonders auf die Qualifierung als DaZ-Dozent – Deutsch als Zweitsprache. „Es gibt zu wenige, zumal die 900 Euro teure Fortbildung auch aus eigener Tasche bezahlt werden muss“, betont die mehrsprachige VHS-Ressortleiterin.

Ein Jahr VHS Halstenbek am neuen Standort, Integration durch Sprachkurse, Zukunftsprojekt Erwachsenenbildung – „diese Trias ist ein Pfund für die Einrichtung vor Ort“, betont der Berliner Politiker Rossmann. „Das Bekenntnis zur Professionalität beeindruckt.“

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