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VHS Pinneberg : Integration durch Sprachkompetenz

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Finanzielle Unterstützung: Der Pinneberger Verein „Brücken der Kulturen“ fördert Migranten beim VHS-Deutschkursus.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Der Herbst steht vor der Tür und auch die Volkshochschule in Pinneberg startete am vergangenen Montag ins Herbstsemester – das umfangreiche Programm umfasst 450 Kurse. Zwei davon sind die Sprachkurse „Deutsch als Fremdsprache A1“. Diese werden zum ersten mal von dem Pinneberger Verein „Brücken der Kulturen“ finanziell unterstützt.

Der 2012 gegründete Verein setzt sich für die Integration von Migranten in die deutsche Gesellschaft sowie für die gleichzeitige Bewahrung der eigenen Nationalitäten und Kulturen ein. „Unser Ziel ist es, das Zusammenleben verschiedenster Nationen zu fördern“, erklärt Baris Karabacak, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Außer der finanziellen Förderung von Sprachkursen betreut der Verein Migranten bei Behördengängen und bietet Bewerbungscoachings an.

Bereits bei der Vereinsgründung war die VHS Pinneberg als Kooperationspartner mit an Bord. Die Deutschkurse, die am vergangenen Dienstag angefangen haben, stellen nun den offiziellen Startschuss für die tatsächliche Zusammenarbeit dar. „Deutsch ist der Schlüssel zur Integration, deshalb ist es so wichtig die Sprache zu lernen“, betont Karabacak. Und VHS-Leiter Wolfgang Domeyer pflichtet dem jungen Vereinsgründer mit türkischen Wurzeln bei: „Ohne Sprache geht nichts, ohne Sprachen entstehen nur Parallelgesellschaften.“

120 Euro kostet die Teilnahme an den zertifizierten Sprachkursen im Anfängerbereich, 33 Teilnehmer haben sich insgesamt für die Kurse angemeldet, fünf davon eine Förderung durch den Verein angefragt und bewilligt bekommen. „Wir könnten auch noch mehr Menschen finanziell unterstützen“, so Karabacak. Der Verein entscheidet, ob die Bedingungen für eine Förderung stimmen. So werden zum Beispiel Asylbewerber, die keine staatliche Förderung erhalten, finanziell unterstützt. „Die haben sonst das Geld einfach nicht“, so Karabacak. Der Verein selbst finanziert sich aus Spenden. Auch Karabacak spendete die 500 Euro, die er Anfang des Jahres beim Pinneberger Bürgerzukunftspreis bekommen hatte, dem Verein. „Wir sind auf Spenden angewiesen und hoffen, dass wir so auch in den nächsten Jahren weiter die Integration fördern können“, hofft der engagierte Vorstandsvorsitzende. Silke Reher-Rose, VHS-Fachbereichsleiterin Sprachen betont, dass der Weg zum Erlernen einer Sprache lang sei. Ein typischer Schüler benötige 200 Stunden, also mindestens drei bis vier A1-Kurse um das nächsthöhere Sprachniveau A2 zu erreichen. Domeyer: „Deswegen ist es um so besser, je mehr und je früher der Verein die Entwicklung unterstützt.“

 

 

 

 

 

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