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Kreis Pinneberg : Initiative fordert Landrat-Rücktritt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Oliver Stolz bleibt gelassen. Der Hintergrund ist der Widerruf einer Waffenerlaubnis.

Kreis Pinneberg | „Stoppt diesen Landrat!“ – diese Forderung steht auf einem Zettel, den eine Bürgerinitiative (BI) derzeit unter anderem in Kummerfeld, Rellingen und Pinneberg verteilt. Wer sich genau hinter der BI verbirgt, ist unbekannt – und auch die Forderungen der BI werden auf dem Flyer nicht deutlich. Landrat Oliver Stolz reagierte auf Anfrage dieser Zeitung gelassen.

Auf dem Zettel der BI, die sich „Rücktritt Landrat Stolz“ nennt, heißt es ohne Nennung eines konkreten Sachverhalts: „Landrat Stolz hat in einem konkreten Einzelfall seine Mitarbeiter angewiesen, von einem Bürger zu verlangen, auf seine Kosten ein Gutachten darüber erstellen zu lassen, dass von ihm keine Gefahr ausgeht.“ Dadurch seien dem Bürger hohe Kosten entstanden und sein Ruf geschädigt worden. Margit Ricarda Rolf, Gründerin der Hamburger Mobbing-Zentrale, ist als Ansprechpartnerin auf dem Zettel angegeben. Sie sagte: „Wir sind zirka eine Handvoll Aktive, haben aber viele Sympathisanten im Kreis.“ Mehr wolle sie zu der BI nicht sagen.

Stolz sagte: „Leider bleibt die Verfasserin des Flugblatts in ihren Äußerungen, worum es eigentlich geht, unklar. Die wenigen Fakten werden verdreht und falsch dargestellt. Unsere Vorgehensweise war im Interesse der öffentlichen Sicherheit gerechtfertigt. Eine solche Flugblattaktion ist zwar nicht erfreulich, ich bin aber sicher, dass unsere Bürger ein sehr gutes Urteilsvermögen haben.“ Auf die Rücktrittsforderung ging er nicht ein.

Recherchen haben ergeben, dass Anlass der Forderung ein Fall ist, bei dem einem Schützen durch den Kreis Pinneberg die Waffenerlaubnis entzogen wurde. Dieser hatte sich an die Redaktion gewandt, um zu beweisen, wie er durch die Verwaltung gemobbt werde. Er sprach von „Waffenhysterie“. Aus den 150 Seiten, die der Schütze der Redaktion dieser Zeitung zur Verfügung stellte, geht jedoch auch hervor, dass seit 2006 von mehreren Vereinen und Verbänden angezweifelt wird, ob er weiterhin die psychischen Voraussetzungen für den Waffenbesitz erfülle.

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