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Tangstedt : In zwei Tagen endet die Frist zum Abschluss von Breitband-Verträgen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir sind auf der Zielgeraden“. Ein Ausbau erfolgt nur bei einer Quote von 60 Prozent.

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Tangstedt | „Mein Gefühl ist sehr positiv, mindestens 60 Anträge dürften in den kommenden beiden Tagen noch abgegeben werden“, sagt Tangstedts Bürgermeister Detlef Goos. Dieser Eindruck ist dem Einsatz von sechs Gemeindevertretern geschuldet, die sich an den vergangenen Wochenenden aufmachten, um die Tangstedter Bevölkerung zu mobilisieren.

„Wir sind jetzt auf der Zielgeraden“, betont Goos. Das bedeute jedoch nicht, dass er und seine Mitstreiter die Hände in den Schoß legten. „Im Gegenteil, wir wollen jetzt auch noch die letzten aufscheuchen, um ans schnelle Internet zu kommen“, so der Bürgermeister. Schon vor einigen Wochen habe er die Besitzer von Mietshäusern darauf aufmerksam gemacht, dass die Mitparteien nur dann Verträge abschließen könnten, wenn der Hausbesitzer dem Anschluss zustimme. „Jetzt gilt es für die Mieter, das auch umzusetzen“, so Goos.

„Außerdem haben wir wirklich jedes Haus in Tangstedt besucht“, berichtet Goos. Insbesondere die jüngere Bevölkerung habe sehr positiv reagiert. Schwieriger sei es jedoch, ältere Mitbürger von der Notwendigkeit eines Breitbandanschlusses zu überzeugen. „Dabei stehen oft Bedenken im Vordergrund, die ganz leicht auszuräumen sind“, sagt Oliver Weiß, Pressesprecher des Norderstedter Anbieters Wilhelmtel.

Denn der Kunde müsse sich weder um den Tiefbau, noch um den Hausanschluss oder die Inbetriebnahme der technischen Geräte kümmern. „Wir sorgen auch dafür, dass der Teilnehmer seine Rufnummer behalten kann“, so Weiß. Um das Angebot noch attraktiver zu machen, werden die Haushalte, die sich noch bis Freitag für einen Vertragsabschluss entscheiden, kostenlos an das Netz angeschlossen. Die spätere Anbindung sei dagegen mit Kosten verbunden. „Hinzu kommt eine 100 mBit-Leitung mit einem W-Lan Router – und der kostenlose Service, die Geräte aufzustellen und einzurichten“, so Weiß. Die Sorge, mit der neuen Technik zurechtzukommen, sei unbegründet, so der Sprecher des Unternehmens. Um die Quote von 60 Prozent zu erreichen, würden Haushalte gezählt, nicht die Anzahl der Hausanschlüsse, erklärt Weiß. „Wir müssen die Wirtschaftlichkeit absichern“, begründet Weiß die Festlegung der Quote.

Die Zukunft des Dorfes steht auf dem Spiel

Für Goos steht nicht weniger als die Zukunft des Dorfs auf dem Spiel. „Ohne schnelles Internet ist die Gemeinde als Wohnort nicht attraktiv“, steht für ihn fest. Deshalb wirbt er auch bei älteren Hausbesitzern unermüdlich darum, einen Vertrag mit dem Anbieter abzuschließen. „Wenn wir das jetzt nicht schaffen, haben wir womöglich auf Jahrzehnte hinaus die Chance vertan“, so Goos’ Sorge.

Einen Trumpf hat Goos noch im Ärmel: „Sollten am Ende womöglich nur eine Handvoll Verträge fehlen, haben wir immer noch ein Baugebiet mit 23 Wohneinheiten in Reserve – und die werden selbstverständlich alle angeschlossen.“

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