zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 19:11 Uhr

In Prisdorf fehlen 30 Kitaplätze

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kommune hat lange Warteliste für den Sommer / Gemeinde erwägt, eine weitere Gruppe in der Bilsbek-Schule zu integrieren

In Prisdorf gibt es immer mehr Kinder – eigentlich eine gute Nachricht. Nur stellt dieses Faktum die Gemeinde vor große Probleme, denn die Betreuungsplätze reichen nicht mehr aus. Insgesamt fehlen 30 Plätze, zehn für den Krippen-, 20 für den Elementarbereich. Das bestätigt Bürgermeister Wilfried Hans (CDU) auf Anfrage dieser Zeitung.

Seit dem Jahr 2013 habe die Kommune die Plätze von 60 auf 95 aufgestockt, so Hans. Aktuell würden 75    Kinder in Prisdorf betreut. Dazu kommen 20 Plätze in der Bilsbek-Schule in Kummerfeld, in denen die „Miniforscher“ spielen.

Die Kommune sei von der langen Warteliste in diesem Jahr überrascht worden. Ausgehend von der Bedarfsplanung des Kreises Pinneberg hätten die Plätze ausgereicht, so Hans.

Durch die vielen Zuzüge in den Baugebieten seien die gestiegenen Zahlen nun zustande gekommen. „Heute bleibt kein Kind mehr zu Hause. Das ist so. Und das müssen wir zur Kenntnis nehmen“, sagte Hans.

Jetzt ist guter Rat teuer. Die Gemeinde will auf jeden Fall allen Eltern eine Betreuung nach den Sommerferien ermöglichen. Drei Szenarien werden laut Hans im nächsten Sozial- und Schulausschuss der Gemeinde im April diskutiert.

Aktuell sind nur neun der 39 Plätze in der Bilsbek-Schule von Prisdorfer Kindern belegt. 20 würden ihnen zustehen. Die Grundschule wird gemeinsam mit der Gemeinde Kummerfeld geführt. Die Aufteilung würde sich dann ändern. „Da werden wir mit den Kummerfeldern sprechen, wie wir das regeln“, sagt Hans. Allerdings würden die freiwerdenden Plätze nicht ausreichen.

Angedacht sei auch, eine weitere Elementargruppe in der Bilsbek-Schule zu integrieren. Krippenkinder könnten dort allerdings nicht unterkommen, da laut Bürgermeister die baulichen Voraussetzungen fehlen. Für die Jüngsten erwäge die Gemeinde, zusätzliche Plätze in den Nachbarkommunen anzufragen, zu nutzen und dafür den Ausgleich zu zahlen. Ob es genug Plätze gibt, ist unklar. Kummerfeld kann seinen eigenen Bedarf laut der letzten Gemeindevertretung zwar decken, hat aber keine zusätzlichen Kapazitäten. In Pinneberg sieht es ähnlich aus. Stadtsprecher Marc Trampe konnte gestern noch keine Aussage zur Bedarfsdeckung in diesem Jahr treffen. Er machte aber deutlich, dass Pinneberger Eltern bevorzugt werden.

Der Ausschuss für Schule, Sport und Soziales der Gemeinde diskutiert das Thema am Mittwoch, 13. April. Los geht’s um 20 Uhr im Bilsbek-Raum in Prisdorf, Hudenbarg 5.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 31.Mär.2016 | 16:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen