zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 10:54 Uhr

Adventszeit : In Pinneberg gehen die Lichter an

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt gerettet - Sponsoren übernehmen 50 mit LEDs ausgestattete Masten.

von
erstellt am 24.Nov.2015 | 18:12 Uhr

Pinneberg | Eine Stadt ohne Weihnachtsbeleuchtung – trist und trostlos. Dieses Horror-Szenario für Pinneberg wollte die Wirtschaftsgemeinschaft abwenden. Mit Erfolg: Sponsoren übernehmen 50 mit LEDs ausgestattete Masten. Die Weihnachtsbeleuchtung ist gerettet, bereits montiert und soll heute während der offiziellen Eröffnung des Weihnachtsdorfes (17 Uhr) angeschaltet werden. Das geschieht etwa gegen 18 Uhr.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Hermann Kunstmann, Leiter der Wirtschaftsgemeinschaft der Kreisstadt, während des Pressegesprächs. Er und die Mitglieder des Zusammenschlusses haben sich für diese Aktion engagiert.

Nach dem Aus des sogenannten City-Pacts wurden die Händler und Grundstückseigentümer angeschrieben, sich an der Weihnachtsbeleuchtung zu beteiligen (diese Zeitung berichtete). Kosten: 500 Euro pro Mast, 170 für einen halben. 60 Masten sind es insgesamt. Aber da in der Stadt gebaut wird, könnten sowieso nicht alle aufgestellt werden, so Susan Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft. 140 potenzielle Sponsoren wurden angeschrieben. „Von den 50 Zusagen sind zwei Drittel Grundstückseigentümer, ein Drittel Händler“, informierte Burmester. Auch der A. Beig Verlag ist mit dabei. Und weil so viel Engagement auch belohnt werden soll, ist an jedem Mast ein Schildchen mit dem Namen des jeweiligen Sponsors angebracht.

Ein paar kritische Töne schlug der Chef dann doch an: „Es ist immer nur derselbe kleine Kreis in Pinneberg, der sich engagiert“, sagte er. Die anderen, die nicht mitmachten, profitierten von den Aktionen der Wirtschaftsgemeinschaft wie den verkaufsoffenen Sonntagen. Damit meint er einen Modekonzern in der Innenstadt mit zwei Buchstaben als Namen, wie Kunstmann sich ausdrückte. „Die Leute sollten genau gucken, wer sich beteiligt“, sagte er. Noch im Raum steht die Klage gegen den Steuerbescheid vom Finanzamt Itzehoe, der das Aus für den Pact besiegelt hat. Pact ist die Abkürzung für „Partnerschaften zur Attraktivierung von City–, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen“. Es ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Verschönerung der Innenstadt, bei dem alle Grundstückseigentümer in einem fest umrissenen Bereich einen finanziellen Beitrag leisten. Das Finanzamt macht den Pinneberger aber einen Strich durch die Rechnung und verlangt für die Jahre 2010 und 2011 Umsatzsteuer in Höhe von 4500 Euro zurück. „Die Klage kann sich hinziehen“, sagte Kunstmann. Auch im nächsten Jahr soll es eine Weihnachtsbeleuchtung geben – allerdings nicht auf Basis des Pacts. „Wir prüfen verschiedene Varianten und Möglichkeiten“, sagt Kunstmann.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen