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Nach Einbahnstraßen-Zoff : In Halstenbek wird jetzt versetzt geparkt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neue Regel an Halstenbeks Hagenwisch. Markierungsarbeiten sollen starten.

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 14:00 Uhr

Halstenbek | Der Zoff am Halstenbeker Hagenwisch um die Einführung einer Einbahnstraße im November 2014 auf Anordnung der Kreisverwaltung als oberste Verkehrsbehörde und die Retourkutsche im März 2015 dürfte den Anwohnern noch gut in Erinnerung sein. In wenigen Tagen wird dem „wilden Parken“ – besonders auf dem Fußweg – endgültig ein Ende bereitet: Nach dem Prinzip „Versetztes Parken“ werden beidseitig insgesamt 55 bis 60 feste Parkplätze im öffentlichen Raum – inklusive des Parkplatzes im Kurvenbereich – in Fahrtrichtung optisch markiert.

Für Gisela Sinz-König, Leiterin des Amtes für Bauen und Umwelt, endet damit eine aufreibende Planungsphase. „Hintergrund für diese Neuregelung ist der störende und verkehrsbehindernde ruhende Verkehr in dieser Straße, der zunehmend zu einer Gefährdung des fließenden Verkehrs geführt hatte“, hieß es vor knapp einem Jahr in der offiziellen Begründung aus dem Rathaus.

Zur Erinnerung: Anwohner wie Bernd Brahms, Wolfgang Heins und Hans-Reinhold Scheel traten damals als Sprachrohr auf, „rügten die Tatsache, dass eine Anhörung der betroffenen Anlieger nicht stattgefunden hat“. Die Anordnung der Kreisverwaltung in Abstimmung mit der Polizei sei nicht akzeptabel gewesen. Hinter dem Rücken der Bürger sei diese Einbahnstraßenregel getroffen worden. Brahms fuhr während der Sitzung des Ausschusses rhetorisch schweres Kaliber auf: Jahrelanges Missmanagement von Seiten der Verwaltung habe zu dem Status quo geführt, das Thema „Ruhender Verkehr“ sei nicht behandelt worden. „Wir werden eine Eingabe an den Kreis auf den Weg bringen, auf einen Ortstermin drängen und erwägen verwaltungsgerichtliche Maßnahmen, auch im Rahmen eines Eilverfahrens“, kündigte der Anwohner damals an.

Das Ergebnis des monatelangen Streits liegt nun vor: Um in der Schmalspurstraße fließenden Verkehr zu garantieren, soll das Parken nach dem Prinzip „mal links, mal rechts“ möglich sein, so Kathrin Lüttge. Gestern traf sich die Verwaltungsmitarbeiterin, zuständig für Straßen und Verkehr, mit Markierungs-Experten, um letzte Details zu besprechen.

Dem Gerücht, dass die angespannte Lage auch dadurch entstanden sei, dass Pkw-Besitzer aus Bequemlichkeit die vorhandenen Tiefgaragen nicht nutzten, trat Ressortchefin Sinz-König entgegen: „Nicht jeder kann sich einen Tiefgaragenplatz leisten.“

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