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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:18 Uhr

Wedel : In der Schweitzer-Schule wird es eng

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Leitung und Elternbeirat beklagen Raummangel. Der Bildungsausschuss entscheidet am 3. Dezember über zwei neue Container.

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Wedel | Wird die Wedeler Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ein Opfer des eigenen Erfolgs? Seit der Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule gibt es viel Anerkennung für das Betreuungskonzept. Die Folge: Die Schülerzahlen steigen, der Platz in der Bildungseinrichtung in der Pulverstraße wird knapp.

„Momentan haben wir vier erste Klassen, zum neuen Schuljahr werden wir bei den Schulanfängern sechszügig arbeiten“, sagt Rektorin Mechtild Akgün. 437 Schüler lernen zurzeit in der ASS. Um neue Klassenzimmer zu schaffen, werden Fachräume für besondere Betreuungsangebote umgewandelt, doch die werden eigentlich gebraucht. Es fehlt an Räumen, um Kinder mit besonderem Förderbedarf in Kleingruppen zu betreuen. An der ASS gibt es derzeit eine komplette Klasse für Kinder, die noch Deutsch lernen müssen, auch diese Kinder haben keinen eigenen Klassensaal.

„Insgesamt brauchen wir zum neuen Schuljahr eigentlich vier zusätzliche Klassenräume und drei weitere Differenzierungs für die inklusive Arbeit“, so Akgün. Sie befürchtet: „Uns wird durch die Sparmaßnahmen unser Fundament weggezogen.“ Die Schulleiterin und der Elternbeirat haben sich bereits an Stadt und Politik gewandt. Unterstützung gibt es auch von Schulrat Dirk Janssen. In einer Stellungnahme bezeichnet er drei zusätzliche Räume als absolutes Minimum. Eine letzte Lösung sei die Begrenzung der Schülerzahlen. Dies würde jedoch die beiden anderen Wedeler Grundschulen, Altstadtschule und Moorwegschule, weiter belasten. Beide Einrichtungen vermelden bereits jetzt ebenfalls einen immer stärkeren Andrang.

Bei der Stadt ist die Problematik bekannt. „Wir können nicht davon ausgehen, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren sinken“, sagt Burkhard Springer, Fachdienstleiter Bildung. Zu den steigenden Schülerzahlen kämen die erhöhten Anforderungen an Schulen – zum Beispiel bei der Inklusion. Die Verwaltung empfiehlt der Politik daher, zum neuen Schuljahr zumindest zwei Container aufzustellen, um die Raumnot zu entschärfen. Der Bildungsausschuss berät am Mittwoch, 3. Dezember.

Zwei Container stehen bereits im Hof der ASS. Für Schulleiterin und Eltern ein weiteres Ärgernis. Die provisorischen Klassenräume seien enger als erwartet und schlecht schallisoliert. „Außerdem sind die Container gebraucht und daher schmutzig und beschädigt“, sagt Akgün. Jens Zwicker vom Gebäudemanagement der Stadt betont: „Technisch sind die Container in einem einwandfreien Zustand.“ Die gebrauchten Modelle seien die einzigen gewesen, die die Stadt so schnell hätte organisieren können, außerdem seien sie um die Hälfte billiger gewesen. „Mit 60 Quadratmetern sind die Container größer als manche Klassenzimmer“, stellt Zwicker fest. Außerdem habe es seines Wissens nach im Vorfeld keine Absprachen über Größe und Ausstattung gegeben.

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