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Pinneberger Tageblatt

29. Juni 2017 | 09:31 Uhr

Die DLRG warnt : Immer mehr Nichtschwimmer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine neue Studie besagt - nur noch knapp ein Drittel der Grundschüler lernen Sicherheit im Wasser.

Kreis Pinneberg | Deutschland ist auf dem Weg zu einem „Land der Nichtschwimmer“: Davor warnt der Vorsitzende der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Haag. Während in der Altersgruppe der über 60-Jährigen noch 56 Prozent in der Grundschulzeit schwimmen lernten, sind es bei den 14- bis 29-Jährigen mit 36 Prozent nur noch gut ein Drittel, wie eine Umfrage im Auftrag der DLRG ergibt.

Obwohl die Grundschulen per Gesetz den Auftrag haben, die Schwimmausbildung zu übernehmen, komme sie an vielen Schulen zu kurz oder falle ganz weg, weil kein Schwimmbad erreichbar sei, beschrieb Haag. Mittlerweile hat ein Viertel der Grundschulen keinen Zugang zu einem Bad. Allein 116 Schwimmbäder schlossen der DLRG zufolge deutschlandweit im vergangenen Jahr.

Das ist aber nicht das einzige Problem. Die DLRG ist nicht nur als Rettungsschwimmer im Einsatz. Sie bietet unter anderem im Kreis Pinneberg Schwimmkurse an. Olaf Ulrich, Vorstandsmitglied des DLRG Elmshorn, beobachtet, dass Kinder immer häufiger mit schlechten motorischen Voraussetzungen in die Schwimmkurse kommen:  „Es fällt ihnen relativ schwer, Schwimmen zu lernen. Früher reichten in der Regel 20 Kurseinheiten. Inzwischen können viele auch nach einem Jahr noch nicht sicher schwimmen.“  

Aus Sicht des DLRG-Landesgeschäftsführers Thies Wolfhagen sei es aber gerade in Schleswig-Holstein unverzichtbar, schwimmen zu lernen. Denn die „Verlockung durch die beiden Küsten und die vielen Seen“ sei größer als in den meisten anderen Bundesländern.

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erstellt am 07.Jun.2017 | 16:20 Uhr

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