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Kreis Pinneberg : Immer mehr Falschgeld im Umlauf

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das LKA warnt: Vor allem die Metropolregion Hamburg ist betroffen. Der neuer Zehn-Euro-Schein soll „Blüten“ erschweren.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Zahl der im Hamburger Umland entdeckten Falschgeldnoten hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Kiel am Freitag mit. Der Trend sei zwar landesweit zu beobachten. Ein Schwerpunkt liege jedoch im Hamburger Randgebiet.

Wurden 2012 noch 670 sogenannte Blüten sichergestellt, waren es im Folgejahr 1688. Nach ersten Schätzungen des LKA setzt sich diese Entwicklung auch 2014 fort. Besonders beliebt seien falsche 20- und 50-Euro-Scheine. „Die fallen im Einzelhandel kaum auf“, sagt LKA-Pressesprecher Stefan Jung. Die „kleinen Scheine“ machen demnach etwa 95 Prozent der Blüten aus.

Das in Schleswig-Holstein entdeckte Falschgeld stamme meist aus Italien und sei professionell hergestellt. Selbst Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen oder Silberstreifen würden so immitiert, dass  Kassenpersonal keinen Verdacht schöpfe und die Noten erst in Banken oder Sicherheitsfirmen identifiziert würden.

In Hamburg wurde am Freitag der neue 10-Euro-Schein präsentiert. Er soll neue Sicherheitsmerkmale haben und so fälschungssicherer als die alten Geldscheine sein. Vom 23. September an bringen die EZB und die Bundesbank die neuen Zehn-Euro-Scheine in Umlauf. Die Hamburger Bundesbank-Filiale übernimmt die Verteilung in der Metropole und dem Umland.

Jetzt hat die Bundesbank-Hauptverwaltung an der Willy-Brandt-Straße die neuen Scheine erstmals in Hamburg vorgestellt. Erster Eindruck: Die zweite Auflage wirkt frischer als der Vorgänger von 2002. Auch fallen sofort zusätzliche Merkmale ins Auge, die „Blüten“-Herstellern das Handwerk erschweren sollen. Dafür soll unter anderem die „Smaragdzahl“ in der linken unteren Ecke auf der Vorderseite sorgen: Je nach Blickwinkel changiert die Farbe der „10“ von smaragdgrün bis tiefblau. Neu ist auch das Wasserzeichen, das schemenhaft das Porträt der mythologischen „Europa“ zeigt. Schließlich tragen die Banknoten auf der Vorderseite einen Hologramm-Streifen mit €-Symbol, „Europa“-Kopf und der Wertzahl.

Niemand muss im Übrigen seine alten Zehner wegwerfen, sie bleiben uneingeschränkt gültig. Allerdings dürften sie ebenso schnell aus dem allgemeinen Zahlungskreislauf verschwinden wie die früheren Fünfer. Die gibt es seit Mai 2013 als Zweitauflage, die den Vorgänger zu fast 100 Prozent aus den Portemonnaies verdrängt hat.

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