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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 12:19 Uhr

Immer mehr Asylbewerber

vom

Kreis Pinneberg | Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde im Kreis Pinneberg haben derzeit viel zu tun. 330 Menschen warten im Kreisgebiet darauf, dass über ihren Asylantrag entschieden wird. Im Januar dieses Jahres lebten noch 80 Asylbewerber weniger dort. Doch die politischen Unruhen in vielen Staaten zwingt immer mehr Menschen dazu, ihr Heimatland zu verlassen. Im Kreis Pinneberg sind es hauptsächlich Personen, die aus Afghanistan, Iran, Syrien oder Russland geflohen sind und hoffen, hier ein neues Leben beginnen zu können.

"Immer mehr Asylbewerber angemessen unterzubringen, bedeutet jetzt und in den kommenden Monaten eine erhebliche Anstrengung", sagte Landrat Oliver Stolz gestern während eines Pressegesprächs. Anlass dafür war der Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Ole Schröder in der Ausländerbehörde des Kreises. Stolz zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Kommunen, die für die Unterbringung der Asylbewerber verantwortlich sind, dieses schaffen würden. "Auch wenn die Lage momentan angespannt ist und die vorhandenen Unterkünfte weitgehend ausgeschöpft sind, so schwierig wie während des Balkankonflikts in den 1990ern ist es derzeit nicht", so Stolz.

Im Herbst steige die Zahl der Asylbewerber sowohl im Kreis als auch bundesweit gewöhnlich. "Dann müsste das Personal aufgestockt werden", so Schröder. Zudem solle das Asylverfahren beschleunigt werden, damit "die Betroffen und die Kommunen schneller Klarheit" hätten, sagte er.

Bundesweit sind im ersten Halbjahr dieses Jahres 43 000 Asylanträge gestellt worden. Das sind 86 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit einer derartigen Steigerung rechnen auch die Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Kreises Pinneberg. "Einen Zuwachs zwischen 85 und 90 Prozent im Jahr 2013 halten auch wir für realistisch", sagte Marc Trampe, Pressesprecher der Pinneberger Kreisverwaltung.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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