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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 19:47 Uhr

Immer im Einsatz für die DLRG

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heinz Otto leitet seit 2006 die Geschicke der DLRG Halstenbek-Rellingen-Schenefeld / Im Mai tritt der 64-Jährige ins zweite Glied zurück

Bevor er an die Spitze der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rückte, kannte er noch nicht einmal seinen beim DLRG gezahlten Jahresbeitrag. „Der wurde ja einfach von meinem Konto abgebucht“, erinnert sich Heinz Otto. Bereits seit 2006 leitet er mittlerweile die Geschicke der DLRG Halstenbek-Rellingen-Schenefeld als Vorsitzender.

Vor seiner Zeit als Vorsitzender konzentrierte sich das DLRG-Fördermitglied einzig auf das Schwimmen und zog im Elbgaubad in Hamburg seine Bahnen. „Doch dann bekam ich auf einmal die Ansage, dass ich den Vorsitz übernehmen soll“, erinnert sich der gebürtige Hamburger.

Die Position des Vorsitzenden ist nach Ottos Worten mit der einer Chefposition im Betrieb vergleichbar. „Alles was an Verantwortung für die Gesamtabläufe anfällt, hat man zu tragen“, erläutert der 64-Jährige. Als Repräsentant der örtlichen DLRG ist er beispielsweise für das Leiten von Sitzungen, das Verschicken von Einladungen sowie für die Werbung zuständig, die das Jahrbuch finanziert.

Otto schätzt an seinem Verein die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands. „Bevor ich dort mit meiner Tätigkeit anfing, bin ich intensiv eingewiesen worden“, sagt der seit 1980 in Schenefeld lebende Otto. Das bislang unvergesslichste Erlebnis seiner Tätigkeit ereignete sich im Jahr 2012, als er mit seinem Team den Ehrenpreis der Stadt Schenefeld entgegennehmen durfte. „Da habe ich Blut und Wasser geschwitzt“, erinnert sich der Verwaltungsangestellte dankbar.

Doch auch für den Nachwuchs des Vereins engagierte er sich neben seiner Aufgabe als Vorsitzender. Drei Jahre lang vermittelte er den Kindern während des Schwimmunterrichts Schritt für Schritt die richtige Koordination von Armen und Beinen. Er betreute mit weiteren drei Lehrern im Lehrschwimmbad der Fridtjof-Nansen-Schule etwa 40 Kinder. Besonders die Abnahme des Seepferdchen-Abzeichens bereitet ihm viel Freude. „Wenn man nach der Prüfung die strahlenden Augen der Kinder sieht, weiß man, dass man etwas richtig gemacht hat“, freut sich der Schenefelder.

Seine Aufgaben im Verein bedeuten dem 64-Jährigen sehr viel: „Wenn es keine ehrenamtlichen Mitarbeiter gebe, würde die Gesellschaft ein Stück weit zusammenbrechen“, sagt Otto. Darüber hinaus weiß er es zu schätzen, sich in der erfolgreichsten humanitären Bürgerbewegung der Welt zu engagieren. Erst im vergangenen Jahr wurde die DLRG 100 Jahre alt. „Meine Arbeit bei der DLRG ist sinnvoll und hat einen Zweck“, bringt es der Vorsitzende auf den Punkt.

Otto hat vier Kinder, die – wie seine Frau – alle in der DLRG aktiv sind. „Fängt man erst einmal im Verein an, ist das wie eine Seuche“, witzelt der Vorsitzende. Zum Bedauern seiner Vereinskollegen möchte Otto nach der nächsten Versammlung erst einmal das Zepter ruhen lassen. „Im vergangenen Jahr gab es im engsten Familienkreis einige Schicksalsschläge und ich benötige etwas Zeit, um nachzudenken“, erläutert Otto. Hinzu kommt: Der 64-Jährige selbst ist erkrankt und möchte sich deshalb etwas mehr Ruhe gönnen. „Die Entscheidung, auf den Vorsitz zu verzichten, ist mir nicht leicht gefallen“, betont Otto. Für ihn sei es jedoch wichtig, die Verantwortung abzugeben.

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