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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 17:22 Uhr

Immer Ärger mit der Annington

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ebert-Passage: Massive Kritik am Vermieter

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 16:38 Uhr

Ebert-Passage, Hausnummer 8: Eine ganz normale Mietwohnung mitten in Pinneberg. Hier leben Diethilde und Ernst Schwämmlein. Auf 69 Quadratmetern. Und das schon seit 1985. Die Schwämmleins zahlen regelmäßig ihre Miete. 450 Euro im Monat. So steht es im Vertrag. In eben diesem ist auch festgehalten, dass der Vermieter der Hausverwaltung Waschmaschine und Trockner zur Verfügung stellt. Problem nur: Seit Monaten sind die Geräte kaputt.

Dabei benötigt Diethilde Schwämmlein vor allem den Trockner dringend. Ihr 67-jähriger Mann ist pflegebedürftig. Fast täglich muss gewaschen werden. Der Vermieter, die Deutsche Annington, reagiere nicht auf Hinweise. Jetzt reicht es den Schwämmleins.

Diethilde Schwämmlein holt den Mietvertrag hervor. Maschinelle Wasch- und Trockeneinrichtungen würden gestellt, steht auf dem Papier zu lesen. Sie solle ihre Wäsche doch draußen trocknen, habe man ihr bei der Annington kürzlich gesagt. „Dabei gibt’s hier nicht mal eine Wäschespinne.“ Im Winter bleibe ohnehin nur die Wohnung. „Aber wir haben Angst vor Schimmel.“

Im Kreis Pinneberg kennt man die Deutsche Annington. „Rentnerin in eigener Wohnung gefangen“, titelte unsere Zeitung etwa im November 2010. An der Friedrich-Ebert-Straße hatte der Konzern, der bundesweit 180 000 Wohnungen vermietet, den kaputten Fahrstuhl eines Hochhauses wochenlang nicht repariert. Und das, obwohl eine gehbehinderte Seniorin unterm Dach des Hauses festsaß.


2010: Heizungsanlage fällt komplett aus


In Elmshorn hatte kurz darauf der Ausfall einer Heizungsanlage im tiefsten Winter für Schlagzeilen gesorgt. Auch Beschwerden über Schimmel in Wohnungen gibt es immer wieder. Der Slogan des Bochumer Unternehmens klingt da wie Hohn. Er lautet „Schön, hier zu wohnen.“

Die Schwämmleins wollen sich den Zustand nicht weiter bieten lassen. Sie gehen mit ihren Vorwürfen an die Öffentlichkeit, hoffen, dass das endlich jemanden wachrüttelt. „Eigentlich soll es hier ja einen Hausmeister geben, aber den sieht man nie“, sagt Ernst Schwämmlein. Die Hotline des Unternehmens anzurufen hat er längst aufgegeben: „Da gibt es nur dumme Phrasen zu hören. Das kotzt uns langsam an.“

Auf Anfrage unserer Zeitung zeigte sich die Deutsche Annington gestern einsichtig. „Wir bedauern ausdrücklich, dass es zur Verzögerung bei der Reparatur der Waschmaschine und des Trockners gekommen ist. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, weil wir wissen, dass die Situation für unsere Kunden sehr unangenehm ist. Es wurde bereits eine Fachfirma beauftragt, die notwendigen Reparaturen durchzuführen“, so Pressesprecherin Jana Gantenberg. Ein neuer Trockner werde schnellstmöglich geliefert und aufgebaut. Zudem werde am Montag, 23. Dezember, eine weitere Waschmaschine angeschlossen.



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