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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 02:54 Uhr

Im Sommer rollen die Bagger an

vom

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Die Lehrer an der Berufsschule Pinneberg unterrichten ihre Schüler seit Jahren weitestgehend in Containern. Und anstatt dort so schnell wie möglich auszuziehen, wird der Baukonzern Ed. Züblin AG vom Sommer bis Mitte 2014 weitere auf dem Areal an der Bahnhofstraße aufstellen. Doch trotz dieser Nachricht ist der Rektor sehr erleichtert. Denn die weiteren Container bedeuten für Lehrer und Schüler das, wonach sie sich seit 2007 sehnen: Der Kreis Pinneberg baut eine neue Berufsschule. Gestern unterzeichneten Vertreter des Konzern, der schon das Quickborner Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium neu gestaltet hat, und Landrat Oliver Stolz den Vertrag.

Zirka 24 Millionen Euro nimmt der Kreis für das neue Hauptgebäude, die neue Kfz-Werkstatt, die Sanierung des noch übrigen Bestands und die Umgestaltung der Außenanlage in die Hand. Der Neubau, in dem sowohl die Verwaltung als auch die Schüler in 70 Klassenzimmern unterkommen, umfasst über drei Stockwerke 8600 Quadratmeter Nutzfläche. Der Eingangsbereich wird zweigeschossig und verglast, sodass es nicht nur ein Foyer wird, sondern dass dort auch Veranstaltungen organisiert werden können. Das Erdgeschoss, über eine breite Treppe an der Verbindungsstraße zu erreichen, wird durch Verblendsteine vor Vandalismus geschützt, die anderen beiden Etagen ziert eine Faserzement-Konstruktion. Die Flure in dem trapezförmigen Gebäude mit großzügigem Innenhof sollen nicht nur Verkehrswege sein, sondern mit Nischen, sogenannten Lerninseln, versehen werden, in die sich Schüler zum Pauken oder Besprechen von Referaten zurückziehen können.

Das bestehende Schulgebäude von 1994 wird durch einen Verbindungsweg mit dem Hauptgebäude verknüpft, direkt daran soll die neue Kfz-Werkstatt entstehen. Zudem plant der Baukonzern auf zirka 5000 Quadratmetern Pkw-Stellplätze.

Doch bis die 140 Lehrer und die zirka 3600 Schüler die neuen Gebäudekomplexe nutzen können, wird noch Zeit ins Land gehen. Ziel ist jedoch, bis zum Sommer 2015 alle Baumaßnahmen auf dem Areal abgeschlossen zu haben.

Der Landrat zeigte sich bei der Vertragsunterzeichnung erleichtert, dass das eine Woche zuvor mit den Stimmen von CDU, FDP und KWGP vom Kreistag beschlossene Vorhaben im Sommer starten kann und bedankte sich sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Politik für die "konstruktive Zusammenarbeit". Auch Schulleiter Peter Behre verpasste es nicht, sich zu bedanken - vor allem aber bei seinem Kollegium: "Es erstaunt mich immer noch, wie gelassen die Lehrer die Zeit durchgestanden haben." Als Behre dies aussprach, schaute er aus dem Fenster auf die grauen Container. Die langwierigen Planungen hätten viel Kraft gekostet. Umso mehr freue sich Behre auf die Zeit nach 2014, wenn der vierte und letzte Bauabschnitt fertig gestellt wird. Dann hätte das Suchen von Material wie Fernseher ein Ende und "wir können unsere pädagogische Arbeit steigern".

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