Regio-Kliniken : Im Pinneberger Krankenhaus können Kinder wieder Kind sein

Klinik-Clowns leisten einen wichtigen Beitrag zur Genesung.
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Klinik-Clowns leisten einen wichtigen Beitrag zur Genesung.

Eine 2000-Euro-Spende finanziert die Auftritte der Klinik-Clowns auf der Kinderstation für 2018.

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19. Januar 2018, 14:00 Uhr

Pinneberg | „Eine höhere Rendite kann ich für mein Geld nicht bekommen“, sagt Wolf-Dieter Merkel und lächelt dabei. Er spricht nicht von einem Bankgeschäft, sondern von seiner 2000-Euro-Spende. Diese Spende bewirkt, dass die Klinik-Clowns auch in diesem Jahr die Kinderstation im Regio-Klinikum Pinneberg zweimal im Monat besuchen können.

Die Klinik-Clowns kommen seit mehr als fünf Jahren nach Pinneberg. Im Jahr haben sie im Großraum Hamburg gut 1800 Auftritte. „Auch auf der Kinderintensivstation sind sie unterwegs und lassen so manchen kleinen Patienten die vielen Schläuche, Monitore und Kabel um sich herum vergessen“, sagt Kathrin Schnelle, Erste Vorsitzende des Vereins Klinik-Clowns Hamburg. „Ich habe die positiven Auswirkungen der Besuche am eigenen Körper miterlebt, während ich ein Mädchen durch ihre schwere Krankenzeit begleitet habe. Meist erwartet man schlechte Nachrichten, sobald die Tür des Krankenzimmers aufgeht. Aber wenn dann eine rote Nase zum Vorschein kommt, sind alle Sorgen sofort vergessen.“

Ingeborg Triskatis ist die Erste Vorsitzende des Vereins der Freunde des Regio-Klinikums Pinneberg. 300 Mitglieder zählt der Verein, der 1998 gegründet wurde, derzeit. Er setzt sich dafür ein, dass das Klinikleben schöner wird, verbessert wird. „Mit dem Einsatz der Klinik-Clowns bringen wir mehr Freude und Farbe in die Räume. Wir sind unglaublich glücklich, dass Herr Merkel unser Jahresbudget durch seine großzügige Spende so vergrößert. Und das nach 2016 bereits zum zweiten Mal“, so Triskatis.

Merkel selbst ist Pinneberger und möchte nicht in den Vordergrund gerückt werden. Die Spende läuft über die Bürgerstiftung der Volksbank Pinneberg-Elmshorn. Merkel möchte das Geld gezielt einsetzten: „Es ist keine Unsumme, die zusammen gekommen ist. Ich finde es wichtig, dass solche Projekte unterstützt werden. Ich weiß, dass das Geld hier sehr gut angelegt ist.“ Chefarzt Dr. Stefan Geist weiß diese Einstellung zu schätzen: „Dass der Verein der Freunde durch diese Spende die Möglichkeit hat, die Clowns hier bei uns einzusetzen, ist einfach nur toll. So bleibt dem Verein mehr Budget für andere, ebenso wichtige Projekte in der Klinik.“
Die Klinik-Clowns können ihre Arbeit auf der Kinderstation in Pinneberg fortführen und allen Beteiligten ein paar sorgenfreie Minuten verschaffen. Eine wichtige Arbeit, die auch im kommenden Jahr weitergeführt werden soll. „Wir freuen uns, wenn andere in die Fußstapfen Herrn Merkels treten, jede Spende ist wichtig“, so Triskatis.

Die Klinik-Clowns Hamburg e.V. kämpfen gegen die seelischen Belastungen, die ein Aufenthalt im Krankenhaus mit sich bringt. Zudem wirkt Lachen schmerzlindernd, weil der Körper beim Lachen vermehrt entzündungshemmende Stoffe produziert. Bei Kindern, die vor der Operation von Clowns besucht werden, sinkt die Angst vor dem Eingriff deutlich. Der Verein wurde 2002 gegründet, ist als gemeinnützig anerkannt und seit 2011 Mitglied im Dachverband für Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V.. Die Arbeit der Klinik -Clowns Hamburg wird über Spenden finanziert. Der Verein erhält kein Geld aus dem Gesundheitssystem oder öffentliche Mittel.
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