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Lebenshilfe im Kreis Pinneberg : Im neuen Zuhause angekommen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Frühe Förderung der Lebenshilfe feiert Eröffnung des Standorts am Elmshorner Teichweg.

„Unser neuer Standort am Teichweg, mitten in Elmshorn, passt perfekt zu unserer Arbeit“, sagte Michaela Otte, Leiterin der Frühen Förderung der Lebenshilfe des Kreises Pinneberg während der Einweihungsfeier am Freitagnachmittag. Sie und ihr Team, das aus 50 Mitarbeitern besteht, unterstützen und fördern Kinder im Alter von null Jahren bis zum Schuleintritt, die eine Behinderung haben oder von Behinderung bedroht sind.

Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Kinder frühzeitig so zu fördern, dass sie ihre Potenziale und Fähigkeiten entwickeln können, um ein Leben mitten in der Gesellschaft zu führen. „Also dort, wo wir jetzt mit unserem neuen Standort angekommen sind“, so Otte.

Lebenshilfe-Referentin Helga Kell-Rossmann führte durch das Haus und erklärte dabei: „Das ist ein ganz normales Wohnhaus, in dem bis vor Kurzem Menschen mit Behinderung gelebt haben.“ Für diese Menschen habe es sich jedoch nicht mehr geeignet, sodass die Lebenshilfe beschlossen habe, das Haus für die Frühe Förderung zu übernehmen.

„Neben der Verwaltung, einem Materialienraum sowie demnächst einer Bibliothek, haben wir hier auch zwei Räume, in denen aktiv mit den Kindern gearbeitet werden kann“, so Kell-Rossmann. In diesen Zimmern befinden sich ein Bälle-Bad, Matten und zahlreiche Spiele, mit denen die psychomotorischen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden können. „Und natürlich gibt es auch die Küche. Die wurde so gelassen, wie sie war“, sagte Kell-Rossmann und erklärte, dass Wasser, Mehl und Knete gute Hilfsmittel seien, um die Wahrnehmung der Kinder zu fördern.

Die Mitarbeiter der Frühen Förderung betreuen 230 Familien im Kreis Pinneberg. Einige Kinder werden demnächst den neuen Standort am Teichweg mit Leben füllen, aber die Mitarbeiter der Frühen Hilfe sind auch in den Kindertageseinrichtungen des Kreises tätig. „Wenn eine Kita nicht über eine Integrationsgruppe oder eine heilpädagogische Kleingruppe verfügt, erhalten die förderungsbedürftigen Kinder einen Mitarbeiter zur Einzelintegration an die Seite gestellt“, erklärte Otte.

Otte rechnet damit, dass sich die Zahl der Kinder, die von den Frühen Hilfen der Lebenshilfe betreut werden, bis November 2013 auf 252 erhöht. „Derzeit sind viele Anträge von Familien offen, die von uns unterstützt werden möchten“, teilte die Leiterin der Einrichtung mit.

Kinder, die Unterstützung benötigen, um sich altersgerecht zu entwickeln, haben ein Recht auf diese Unterstützung. Die Eltern können sich selbst aussuchen, von welchem Träger sie diese in Anspruch nehmen möchten. Die Lebenshilfe ist einer davon. Doch bevor tatsächlich mit den Fördermaßnahmen begonnen werden kann, erfolgt zunächst eine Untersuchung durch den Amtsarzt, der den individuellen Förderbedarf bestimmt. „Daran hapert es derzeit, genug Mitarbeiter haben wir“, so Otte.

32 Familien würden darauf warten, dass ihnen die Förderung gewährt wird. Bis November seien die Amtsärzte ausgelastet. Dabei sehe das Gesetz eine Entscheidung innerhalb von sechs Wochen nachdem der Bedarf festgestellt wurde, vor, so Kell-Rossmann. Allerdings sei die aktuelle Situation auch teilweise dem Schuljahreswechsel geschuldet, erklärte Otte. „Wir sind nur für die Kinder zuständig, die noch nicht zur Schule gehen. Sobald sie eingeschult werden, wird ihr Platz frei, dafür kommen neue Familien zu uns. Der 31. Juli ist meist ein ziemlicher Einschnitt bei uns.“

Doch die Mitarbeiter würden sich auch immer wieder darüber freuen, neuen Kindern bei ihrem Start ins Leben zu helfen. „Oft sind es die Schwächen dieser verhaltensoriginellen Kinder, die sie zu uns bringen“, sagte Lebenshilfe Geschäftsführer Michael Behrens. „Wir fördern ihre Stärke und holen das Beste aus ihnen heraus. Denn sie sind alle tolle Menschen.“

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erstellt am 03.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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