Arbeitsmarkt : Im Kreis Pinneberg fehlen Azubis und Fachkräfte

Vor allem im Handwerk werden Auszubildende gesucht.

Vor allem im Handwerk werden Auszubildende gesucht.

564 Ausbildungsstellen wurden bisher noch nicht vergeben. Leichter Anstieg bei Arbeitslosen.

shz.de von
01. August 2018, 10:20 Uhr

Kreis Pinneberg | Die ersten Ausbildungen starten in diesen Tagen, trotzdem erwartet die Agentur für Arbeit in Elmshorn noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Denn besonders in der Probezeit komme es leider oft zu Vertragslösungen. Falsche Vorstellungen oder Erwartungen seien häufig der Grund, heißt  es in einer aktuellen Stellungnahme der Agentur für Arbeit.

Jedes Jahr weniger Auszubildende

Seit Oktober 2017 meldeten sich im Kreis Pinneberg 1779 Ausbildungsplatzbewerber bei der Berufsberatung, dies waren 129 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von den gemeldeten Bewerbern waren Mitte Juli noch 550 auf der Suche nacheinem Ausbildungsplatz (minus 55 gegenüber dem Vorjahr). Im gleichen Zeitraum haben die Unternehmen im Kreis 1734 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Dies sind 48 mehr als im Vorjahreszeitraum. Von den gemeldeten Ausbildungsstellen waren im Juli noch 564 im Kreis Pinneberg und im Land Schleswig-Holstein etwa 8570 unbesetzt, beziehungsweise die Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen. „Familienunternehmen leiden unter Nachwuchsmangel. Jedes Jahr bewerben sich weniger Auszubildende. Das liegt zum einen am demographischen Wandel, aber auch an einer Geringschätzung von Ausbildungsberufen“, erläuterte Rüdiger Behn, Landesvorsitzender  des Verbandes „Die Familienunternehmer“. 

Schlechte Vorbildung der Bewerber

Laut einer Umfrage, die der Verband  zusammen mit der Organisation „Die jungen Unternehmer“ gemacht  hat, sind für 57 Prozent der befragten Unternehmer die schlechte Vorbildung der Bewerber das Haupthemmnis, Azubis einzustellen. 49 Prozent gaben an, dass sie keine Bewerber finden.

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