zur Navigation springen

Interaktive Grafik : Im Kreis leben, woanders arbeiten - der Pendlerreport für den Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die meisten Pendler arbeiten in Hamburg. Mehr als 400 Menschen haben einen Job im etwa 700 Kilometer entfernten Oberbayern.

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Zehntausende Menschen passieren täglich die Grenze des Kreises Pinneberg – 63.593 verlassen das Gebiet, um woanders einer Arbeit nachzugehen, 30.823 kommen von außerhalb in den Kreis, um dort ihren Dienst anzutreten. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Statistik veröffentlicht, in der sie die Ein- und Auspendler im Jahr 2014 nach Kreisen aufgeschlüsselt hat. Dabei fällt auf: Insbesondere zwischen dem Kreis Pinneberg und Hamburg findet ein reger Austausch statt, wenn es um Arbeitskräfte geht. Mehr als 46.000 Kreis Pinneberg haben ihren Arbeitsplatz in der Hansestadt. Von dort kommen fast 13.000 Menschen in den Kreis, um zu arbeiten. Ihre Zahl ist höher als die der Schleswig-Holsteiner, die im Kreis einer Beschäftigung nachgeht.

Die Zahl derjenigen, die im Kreis Pinneberg arbeiten, aber in Hamburg oder in anderen Kreisen Schleswig-Holsteins wohnen, ist fast identisch – aus Hamburg kommen 12.843 Menschen zum Arbeiten in den Kreis, aus Schleswig-Holstein 12.785. Für die pendelnden Kreis Pinneberger gilt das nicht: Während 10.715 von ihnen in anderen Kreisen des nördlichsten Bundeslands arbeiten, arbeiten 46.952 von ihnen in Hamburg – mehr als viermal so viele.

Innerhalb Schleswig-Holsteins arbeiten die meisten Pinneberger Pendler im Kreis Segeberg, nämlich 4739, es folgen der Kreis Steinburg mit 2292 Arbeitern aus dem Kreis Pinneberg sowie die Stadt Kiel, in die 1112 Menschen pendeln. Die meisten Pendler, die im Kreis Pinneberg arbeiten, kommen aus dem Kreis Steinburg. Es sind 5977. Aus dem Kreis Segeberg kommen 3877 Menschen, 551 Pendler fahren aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde nach Pinneberg zur Arbeit.

Die Pendler aus dem Kreis Pinneberg, die von der Statistik erfasst werden, arbeiten alle innerhalb Deutschlands. Die größte Distanz, etwa 700 Kilometer, zwischen ihrem Wohnort, dem Kreis Pinneberg, und ihrer Arbeitsstelle legen diejenigen zurück, die in Oberbayern tätig sind. Laut Bundesagentur für Arbeit trifft dies auf 464 Personen zu, 308 von ihnen sind Männer, 156 Frauen, fünf der Pendler absolvieren in Oberbayern ihre Berufsausbildung.

Woher die Kreis Pinneberger Arbeitnehmer kommen, bei denen die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort am größten ist, hat die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Statistik nicht aufgeschlüsselt. 32 Menschen pendeln aus Polen in den Kreis Pinneberg, sie legen etwa eine Distanz zwischen 300 und 1050 Kilometern zurück. Aus der Slowakei reisen 19 Menschen zum Arbeiten an, die Entfernung dorthin beträgt zwischen 780 und 1050 Kilometern. In der Statistik sind jedoch auch 20 Arbeitnehmer aus anderen Staaten, die jedoch nicht aufgelistet werden, aber zum Arbeiten in den Kreis Pinneberg kommen.

Laut Statistischem Bundesamt nutzen Pendler für ihren Weg zur Arbeit überwiegend das Auto. Allerdings beziehen sich die Zahlen auf das gesamte Bundesgebiet – ländliche Regionen sind ebenso erfasst wie Ballungsräume. Und zwischen diesen gibt es Unterschiede: Denn während im Saarland 80 Prozent der Pendler auf dem Weg zur Arbeit das Auto nutzen, fahren 41 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Hamburger Arbeitsplatz. Dort ist das Bahn- und Bussystem besser ausgebaut.

Angaben dazu, wie viel Zeit die Pendler an ihrem Wohnort und wie viel an ihrem Arbeitsort verbringen, gibt es in der Erhebung nicht. Tägliches Pendeln zwischen Pinneberg und Hamburg ist wahrscheinlich, während Kreis Pinneberger, die in Bayern arbeiten, wohl eher eine Zweitwohnung haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen