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Schulterschluss der Einrichtungen : Im Kampf gegen Cannabis und Alkohol

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Diakonie Pinneberg sowie die Sucht- und Drogenberatungsstelle üben mit einem Aufklärungsevent den Schulterschluss.

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Aus dem jüngsten Drogen- und Suchtbericht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) lassen sich positive wie auch negative Erkenntnisse ziehen. Während der regelmäßige Alkoholkonsum bei den Zwölf- bis 17-Jährigen und den 18- bis 25-Jährigen um 8,6 beziehungsweise 6,9 Prozent im Vergleich zu 2005 zurückgegangen ist, gibt es bei beiden Altersgruppen einen Trend, der in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zugenommen hat: der Konsum von Canabis. Bundesweit haben 7,3 (Zwölf- bis 17-Jährige) beziehungsweise 15,3 Prozent (18- bis 25-Jährige) zugegeben, im letzten Jahr die THC-haltige Droge eingenommen zu haben.

„Illegale Drogen sind kein Tabu mehr. Und durch die Diskussion um die Legalisierung ist es salonfähig und bagatellisiert worden“, erläutert Stefan Albrecht von der Pinneberger Suchtberatungsstelle der Diakonie. „Es gibt auch einfach eine unglaubliche Verfügbarkeit“, ergänzt Margit Lemke von der Sucht- und Drogenberatungsstelle Pinneberg. Die Entwicklung des legalen und illegalen Konsums ist für die beiden Sozialpädagogen der Anlass gewesen, gemeinsam die Veranstaltung „Alkohol und Cannabis im Jugendalter“ am Dienstag, 7. November, auf die Beine zu stellen.

„Die Jugendlichen haben leichter die Möglichkeit, etwas zu probieren. Leider entwickelt sich aus sowas eine regelmäßige Einnahme und eine Sucht“, erläuterte Lemke die Dringlichkeit der Aufklärungsarbeit.

Neben der Legalisierungs-Debatte und den unterschiedlichen Umgängen mit der Thematik in Amerika und der Europäischen Union gebe es eine Vielzahl von möglichen Gründen. „Ich würde mich nicht auf eine These festlegen“, betonte Lemke. Allerdings sehe sie auch eine gesellschaftliche Entwicklung als möglichen Hintergrund: „Wir haben es jetzt mit einer Generation von Eltern zu tun, die selbst einmal Kontakt mit Drogen hatte. Aber das ist alles nicht vergleichbar“, erläutert sie. So habe sich beispielsweise der Wirkgrad des THC im Cannabis durch „Hochzüchtung“ verändert, ergänzt die Sozialpädagogin.

Aber wie genau mit der Sucht des Kindes umgehen – oder auf das Thema eingehen? Und welche Signale gibt es überhaupt, an denen man eine Abhängigkeit erkennen kann? All diese Fragen sollen während der Veranstaltung beantwortet werden. Dazu wurde das Programm zweigeteilt. Ab 19 Uhr gibt es einen Fachvortrag der Diplom-Psychologin Bettina Weise. „Unsere Referentin wird über die Auswrikungen von THC auf das jugendlich Gehirn und die allgemeine Wirkungsweise sowie die Gefahren berichten“, kündigt Albrecht an.

Ab 19.45 Uhr wird die Runde für Fragen aus dem Publikum eröffnet. Erklärte Ziele der Veranstaltung: „Wir wollen die Unsicherheiten der Betroffenen nehmen, sensibiliseren und allen Teilnehmern das richtige Verhalten und Umgehen mit Süchtigen näherbringen“, betonen die beiden Sozialpädagogen. Die Veranstaltung findet im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 18, statt. Um Anmeldungen unter Telefon 04101-408870 oder per E-Mail an suchtberatung-pinneberg@diakonie-hhsh.de wird gebeten. Aber: „Auch Spontanität ist erwünscht – wir brauchen nur eine grobe Planung“, sagen die Veranstalter. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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