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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:24 Uhr

Halstenbek : Im Einsatz für Konsumbewusstsein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Klasse 10c der Grund- und Gemeinschaftschule an der Bek beteiligt sich an Bundesprojekt unter Schirmherrschaft von Joachim Gauck.

Halstenbek | „Billige T-Shirts – wer zahlt den Preis?“, das ist das Thema, zu dem die Klasse 10 c der Grund- und Gemeinschaftschule an der Bek in Halstenbek einen großen Infoabend und eine Spendenaktion organisiert. Am Mittwoch, 19. November, wollen die Schüler ab 18.30 Uhr in ihrer Schule, Hartkirchener Chaussee 8a, im Mehrzweckraum über Produktion und faires Kaufverhalten informieren.

Es ist eines von vielen Themen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung 2014, an dem sich die Klasse mit ihrer Aktion beteiligt. Seit Beginn des Schuljahres sind die Schüler mit Wirtschaftspolitik-Lehrerin Eileen Heitmann dran am Projekt. „Wir haben angefangen mit Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themen, zum Beispiel Fairtrade oder Made in Germany“, so Schülerin Liliane Ullrich (15). Infos sammelten die Schüler im Internet und auch in anderen Fächern, daraus wurden dann Plakate entwickelt. „Um festzustellen, wo die Kleidung überhaupt herkommt, haben wir in unsere Pullis gesehen“, ergänzt Simona Augustat (15).

Ausbeutung durch Billiglohn, schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Qualität wollen die Schüler nun mit Aufklärung entgegen gehen: „Wir fragen in den Läden, ob die Verkäufer und Kunden überhaupt wissen, woher ihre Kleidung kommt und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird“, erklären Liliane und Simona ihr Klassenprojekt. Daraus ergibt sich dann eine Statistik zum Konsumbewusstsein der Kreisstädter.

Fairtrade muss nicht teurer sein

Die zweite Phase ist der Infoabend für Schüler, Lehrer, Eltern und alle interessierten Bürger. Dort sollen Alternativen aufgezeigt werden: „Es gibt zum Beispiel eine Internetseite, auf der kann man sich über die Herstellungsprozesse der Marken und Fairtrade informieren“, wissen die beiden Schülerinnen. „Fairtrade ist auch nicht unbedingt teurer, denn es gibt auch Hosen für viel Geld, die schlecht hergestellt wurden.“ An diesem Abend soll das neue Bewusstsein auch gleich in die Tat umgesetzt werden: Die Schüler wollen Spenden sammeln und dorthin weitergeben, wo sie dringend gebraucht werden. Angedacht ist die „Kampagne für saubere Kleidung“, die 1996 ins Leben gerufen wurde und unter anderem Arbeiter in Produktionsländern unterstützt.

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