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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 05:03 Uhr

Im Bann der Zaubertrommel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Grundschüler beschäftigten sich eine Woche lang mit Afrikaprojekt / Viel Beifall für Musical

Ein Meer von Krokodilen, Muscheln, Bäumen, Kürbissen und Sternen hat sich dem Publikum in der Grundschule Bickbargen präsentiert. Die mit fantasievollen Kostümen ausgestatteten Schüler sangen und tanzten über die Bühne: 316 Grundschüler begeisterten ihre Zuhörer mit afrikanischen Liedern und Trommelmusik.

Die Schüler und Lehrer beschäftigten sich unter dem Motto „Trommelzauber“ eine Woche lang mit dem Thema Afrika. „Den Schülern hat das Projekt große Freude bereitet“, so Schulleiterin Barbara Burton. Stets werde die Problematik der Sozialflüchtlinge erörtert. Auch vor solchem Hintergrund sei es bedeutsam, Kinder mit dem Thema Hunger zu konfrontieren.

Der Nachwuchs studierte Liedgut sowie Trommelmusik ein. Sie präsentierten das Musical „Das Geheimnis der Zaubertrommel“ unter Leitung von Kinderanimateur Bernhard Heitsch. Das Bühnenbild mit Hintergrundelementen wie Wald, Wüste, Fluss und Savannenlandschaft kreierte der Hausmeister der Schule. „Mir hat alles unheimlich gut gefallen“, bilanzierte Mutter Yvonne Schubert. Auch Jakob (10) fand das Projekt „toll“.

Die Grundschule Bickbargen kam bereits zum zweiten Mal in den Genuss des Projekts. Das Stück spielt in der afrikanischen Dürrezeit und behandelt das Schicksal einer von Armut betroffenen Familie. Die Kinder werden von ihren Eltern fortgeschickt, um das Geheimnis der Zaubertrommel herauszufinden. Denn nur so kann es gelingen, die Familie aus ihrer Not zu befreien.

Insgesamt wurde das Stück zweimal aufgeführt. Denn jeweils die Hälfte der Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren spielte bei der ersten Aufführung, die andere Hälfte bei der zweiten Aufführung mit. So gelang es, alle Mädchen und Jungen einzubinden. Bernhard Heitsch hatte Lieder und Trommelmusik mit den Kids in Teams einstudiert. Kostüme wurden in Gruppenarbeit angefertigt. „Es ist faszinierend, wie sich die einzelnen Mosaiksteine zum Ganzen fügten“, bilanzierte Lehrerin Kathrin Dreyer.

Zuvor gelang es, Erziehungsberechtigte im Zuge eines Elternabends auf das Projekt einzustimmen. Auch sie durften auf Musikinstrumenten trommeln. „Es war wichtig, dass wir eine Woche lang Zeit hatten, uns mit Afrika zu beschäftigen“, so die Schulleiterin. Auf unterschiedliche Themenkomplexe wie beispielsweise die geographische Lage kamen Lehrer und Schüler ausführlich zu sprechen. Die Schüler sollen auch zukünftig – im Abstand von vier Jahren – in den Genuss des Projekts kommen.

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