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Pinneberger Tageblatt

20. November 2017 | 05:14 Uhr

„Ihr seid ein ganz starker Jahrgang“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

abschlussfeier 84 Jugendliche verlassen die Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen / Erstes Jahrbuch erstellt

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 16:01 Uhr

Mit Stolz, aber auch mit Wehmut verabschiedete Rektorin Maike Hinrichsen die Abschlussklassen der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen. „Ihr seid ein ganz starker Jahrgang“, lobte die Schulleiterin.

Dies sei nicht nur wegen der großen Anzahl von Abgängern so, sondern auch wegen deren hervorragenden Leistungen. „73 Prozent von euch haben einen qualifizierten Abschluss erreicht und dürfen eine weiterführende Schule besuchen“, berichtete Hinrichsen. Besonders über diejenigen Schüler, die aus anderen Ländern erst vor wenigen Jahren an die Schule gekommen waren – ohne ein Wort Deutsch zu sprechen – und nun einen Abschluss erreicht haben, freute sich die Schulleiterin.

„Aber auch eure sozialen Leistungen sind bemerkenswert: Einige von euch haben jedes Jahr bei der Aktion ,Sauberes Dorf‘ mitgemacht, andere Kekse für Obdachlose gebacken und an Heiligabend verteilt“, berichtete Hinrichsen. Das Engagement und die Kreativität der Schüler seien herausragend gewesen.

„Setzt eure innere Stärke für das ein, was nach der Schule kommt, denn jeder Einzelne von euch kann etwas erreichen. Setzt euch für Frieden ein – und sei es nur in eurem persönlichen Umfeld“, gab die Rektorin den ehemaligen Schülern mit auf den Weg.

Klassenlehrerin Annette Karstens empfahl: „Findet eure Neigungen und Begabungen heraus. Nicht das Gehalt, sondern die Zufriedenheit ist entscheidend.“ Für viele Lacher sorgte dann ein fingiertes Telefonat mit der „Bundesanstalt zur Vermittlung von Schulabgängern“, das Karstens führte. Eine „frische Lieferung“ mit redegewandten Damen, gut aussehenden jungen Herren und sozial kompetenten Jugendlichen sei soeben eingetroffen. „Ob sie zuverlässig sind? Na klar, ich konnte mich auf regelmäßige Verspätungen verlassen!“, versicherte die Lehrerin. Auch Verschlüsselungsexperten für die NSA habe sie zu bieten: „Die sind so gut, dass sie ihre eigene Schrift nicht mehr entziffern können  .  .  .“

Die Schülersprecherinnen Lea Schwiderski und Alina Grampp berichteten von den drei Zielen, die sie während des vergangenen Jahres umsetzen konnten. „Wir wollten endlich ein Jahrbuch erstellen, mehr Sitzgelegenheiten auf dem Pausenhof und neue Umkleidekabinen“, zählten sie auf. Mit einer Präsentation während einer politischen Sitzung überzeugten die Schülerinnen die Gemeindevertreter, dass diese Investition überfällig sei. „Inzwischen sind die ersten Umkleiden renoviert, es gibt mehr Sitzplätze und mit Hilfe unseres Lehrers Oliver Kanand ist das erste Jahrbuch entstanden“, erklärten die Jugendlichen.

Für Hinrichsen, die zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand geht, war es die letzte Zeugnisausgabe. Amtsvorsteher Günther Hildebrand (FDP) dankte ihr für ihr Engagement an der Schule. „Ich freue mich besonders, dass wir auf der Suche nach der Lösung für die Trägerschaft der Schule während eines Gesprächs beim Landrat Einigung erzielen konnten“, sagte er. Sein besonderer Dank gelte Schulrätin Adelia Schuldt, die wesentlich zu diesem Schritt beigetragen habe.

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