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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 11:47 Uhr

Elmshorn : IHK-Empfang im Kraftraum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zu einem Empfang und ihrer Vollversammlung hat die IHK Kiel nach Elmshorn eingeladen. Ihr Ziel: Unternehmen in der Region halten.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Mit ihrer Vollversammlung und einem anschließenden Wirtschaftsempfang in Elmshorn hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel gestern nicht nur Flagge im Kreis Pinneberg gezeigt, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung der Region für Schleswig-Holstein hervorgehoben. Auf dem Wirtschaftsempfang mahnte Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK zu Kiel: „Wenn unsere Region ein Unternehmen hält oder gewinnt, gewinnen wir alle“. Er appellierte an die kommunalen Entscheidungsträger, vom Kirchturmdenken abzurücken. „Nicht die Nachbarkommune ist die Konkurrenz, sondern die Regionen östlich und südlich Hamburgs“, so Vater weiter.

Um Unternehmen wie auch Fachkräfte mit der Region zu verankern, brauche man überregional erreichbare und attraktive Standorte. Elmshorn könne und müsse dabei vorangehen: „Ich hoffe, dass alle Beteiligten weitere mutige Schritte für die Stadtentwicklung einleiten werden“. Zudem erneuerte Vater die Forderungen der Wirtschaft zum Weiterbau der A20, zur zweiten Elbquerung, zum Baustellenmanagement für den A7-Ausbau, zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals.

Der Kreis Pinneberg sei der Kraftraum des IHK-Bezirks, ein wachstumsstarker Bereich mit starkem Industriebesatz, betonte Vater. Mit 55 Industriebeschäftigten pro 1000 Einwohnern liege der Kreis Pinneberg bei der Industriedichte nach Stormarn an zweiter Stelle unter den schleswig-holsteinischen Kreisen. Die Exportquote rangiere mit 32 Prozent etwas unterhalb des Landesdurchschnitts (39 Prozent), ein Ergebnis des hohen Anteils binnenmarktorientierter Branchen. Mit 17.687 IHK-zugehörigen Unternehmen befänden sich 28 Prozent aller Unternehmen des IHK-Bezirks im Kreis Pinneberg. Vor dem Empfang hatte sich das Parlament der Wirtschaft mit Fragen der Ausbildung beschäftigt, schwerpunktmäßig mit der Bedeutung von Berufspraktika. „Ein strukturiertes Praktikum unterstützt Unternehmen, sich frühzeitig als attraktiver Ausbildungsbetrieb darzustellen und trägt nachhaltig zur Berufsorientierung der Schüler bei“, erläuterte Jörn Meyer aus dem Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung. Auch mit Fragen der Verkehrsinfrastruktur setzte sich das oberste Entscheidungsgremium der IHK auseinander, vor allem mit den Plänen für Fährverbindungen über die Elbe, wie zwischen Wedel und Jork. „Jede Ware, die über eine Elbfähre ihren Empfänger rechtzeitig erreicht, ist ein Gewinn“, betonte Paul Raab, Leiter der IHK-Zweigstelle Elmshorn. Die Fährprojekte dürften jedoch nicht gegen den Weiterbau der A20 und die feste Unterelbequerung ausgespielt werden.

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