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Tennis-Talent aus Halstenbek : „Ich will mit Tennis Geld verdienen“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Luisa Heß (11) gehört zu den größten Talenten der Spielvereinigung Halstenbek-Rellingen. Ihr Vater ist Ex-Zweitligaspieler und ihr Trainer.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Halstenbek | Steffi Graf hatte mit drei Jahren den ersten Tennisschläger in der Hand. Luisa Heß (11) aus Halstenbek war ähnlich früh dran. Ob sie in die Fußstapfen der „Gräfin“ treten kann, steht in den Sternen. Klar ist allerdings: Luisa hat auf jeden Fall Talent. Aktuell liegt die für die Spielvereinigung Halstenbek-Rellingen (SV HR) aktive Pinnebergerin in ihrer Altersklasse auf Platz drei in der Rangliste des Hamburger Tennisverbands. Zu dessen Gebiet gehört auch der Kreis Pinneberg.

Etliche Erfolge zeigen, dass Luisa zu den besten Tennisspielerinnen in der Metropolregion gehört. Die Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums ist unter anderem zwei Mal Hamburger Vizemeisterin geworden. „Ich liebe diesen Sport einfach“, nennt Luisa einen der Gründe für ihre Siege. Die Gene spielen sicherlich ebenfalls eine Rolle. Ihr Vater Daniel Heß brachte es bis zum Zweitligaspieler und ist heute ihr Trainer. Vorher wurde das Nachwuchstalent sogar von einem ehemaligen Weltklassespieler betreut. Axel Pretzsch stand für kurze Zeit unter den besten 100 der Weltrangliste.

Luisa trainiert drei bis fünf Mal pro Woche. Andere Spielerinnen ihrer Altersklasse stünden wesentlich häufiger auf dem Platz, erklärt ihr Vater. Der will auf keinen Fall der typische Tennis-Papa à la Peter Graf sein und seine Tochter zum Erfolg treiben. Alles kann, nichts muss lautet sein Motto. Für ihn ist klar: „Die Schule steht im Mittelpunkt.“ Was natürlich nicht ausschließt, dass sich Luisa weiter verbessern möchte. „Ich bin schon ehrgeizig“, sagt sie. Trotz allem schaffe es seine Tochter nach Pleiten und Siegen gleichermaßen gelassen zu bleiben, berichtet Heß. Ihrer Laune seien die Ergebnisse nicht anzumerken. „Ich habe nach Niederlagen noch nie geweint“, sagt die Elfjährige, die ebenso wie ihr Vater neben dem deutschen auch einen schwedischen Pass hat. „Wir haben schwedische Wurzeln“, berichtet Heß. Deshalb verbringt die Familie die Sommerferien größtenteils in Skandinavien.

Andere Hobbys außer dem Tennissport hat Luisa nicht. Früher war sie einmal Kickboxerin. Das Training brachte ihr Spaß. Als das Tennistalent allerdings Sparringkämpfe bestreiten sollte, war Schluss. „Ich will niemandem ins Gesicht treten“, sagt Luisa.

Obwohl die deutschen Tennis-Damen in der Weltspitze zahlreich vertreten sind, kommt ihr Vorbild aus Weißrussland. Luisa schwärmt von der zweifachen Australian-Open-Siegerin Wiktoria Asarenka. Von den deutschen Spielerinnen mag Luisa besonders Julia Görges. Die war sogar schon mal für eine Trainingseinheit in Halstenbek. Das SV HR-Nachwuchstalent nutzte die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto. Da war Luisa einer Weltklassespielerin schon einmal ganz nahe. Ob das später häufiger der Fall sein wird, ist ungewiss. Luisa hat auf jeden Fall ein Ziel fest vor Augen: „Ich will mit Tennis Geld verdienen.“

Außerdem strebt die Elfjährige den ersten Platz in der Familien-Rangliste an. Bisher konnte sie ihren Vater noch nicht schlagen. Das soll sich ändern. „Spätestens wenn ich zwischen 14 und 16 bin, will ich gegen ihn gewinnen“, gibt sich Luisa selbstbewusst. Und lächelt.

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