Radtour des A. Beig-Verlags : „Ich lerne Ecken kennen, die ich noch nicht kannte“

Viel Grün bot die Strecke auch in diesem Jahr wieder.

Viel Grün bot die Strecke auch in diesem Jahr wieder.

Etwa 800 Radler trotzen dem Wetter und starteten am Sonntag in Pinneberg und Elmshorn bei der Radtour des A. Beig-Verlags.

shz.de von
25. Juni 2018, 16:17 Uhr

Kreis Pinneberg | „Da habt ihr Euch ja richtig etwas einfallen lassen mit dem Sprühregen unterwegs. Das waren besondere Special Effects und bestimmt hoher logistischer Aufwand“, sagte Manfred Breitenstein als er mit seiner Frau Silke gestern Rosen Tantau erreicht hatte. „Die Strecke war schön, aber feucht“, bilanzierte der Pinneberger. Doch von Nieselregen ließen sich die etwa  800 Teilnehmer, die aus Pinneberg und Elmshorn bei der Radtour des A. Beig-Verlags  gestartet waren, nicht abschrecken.

Auf geht’s: Etwa 300 Teilnehmer gingen gestern Morgen in Elmshorn auf den etwa 40 Kilometer langen Rundkurs.
Jan Schönstedt

Auf geht’s: Etwa 300 Teilnehmer gingen gestern Morgen in Elmshorn auf den etwa 40 Kilometer langen Rundkurs.

 

„Da gibt es Regenhosen und man muss nur schnell genug fahren“, sagte Jürgen Hamelau. Er gehörte mit Nicole und Christian Hamelau zu den ersten, die den Zwischenstopp in Uetersen erreichten. „Das machen wir immer so. Der Vorteil ist, dass man dann nicht lange anstehen muss“, kommentierte er die Fahrzeit von knapp einer Stunde.

Der harte Kern

„Heute ist der harte Kern hier“, sagte Paul Wehberg, Geschäftsführer des A. Beig-Verlags, der die Teilnehmer der Radtour in Pinneberg begrüßte. „Wie ich vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club erfahren habe, ist an diesem Wochenende immer schlechtes Wetter. Ich hatte gehofft, dass man sich irrt“, sagte Wehberg. Im weiteren Verlauf des Vormittags klarte es aber auf und die Regenschauer nahmen ab.

Paul Wehberg, Geschäftsführer des A. Beig-Verlags, begrüßte die Radler am Damm in Pinneberg.
Bastian Fröhlig

Paul Wehberg, Geschäftsführer des A. Beig-Verlags, begrüßte die Radler am Damm in Pinneberg.

 

Maike Girnus war vor der Fahrt kritisch. Allerdings nicht wegen des Wetters. Für sie war es die Premierenfahrt. Ihre Freundin Birte Thies, die im vergangenen Jahr erstmals an der vom A.Beig-Verlag organisierten und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) streckenmäßig ausgearbeiteten Tour teilgenommen hatte, hatte sie überzeugt mitzufahren. „Ich fahre viel mit dem Rad und dachte, ich kenne einiges, aber es war wirklich eine tolle Strecke und super organisiert“, sagte Girnus. Thies versprach: „Im kommenden Jahr mache ich wieder mit. Ich lerne Ecken kennen, die ich noch nicht kannte, und die Verpflegung ist auch super.“

Unterwegs mit neuem Fahrrad

Pausenpunkt: Bei Rosen Tantau gab es eine Stärkung.
Mustafa Qayumi

Pausenpunkt: Bei Rosen Tantau gab es eine Stärkung.

Finn Fockrahdt gehört zu den „alten Hasen“ bei der Beig-Radtour. Zum neunten Mal fuhr der Zehnjährige mit. „Als er zwei Jahre alt war, ist er im Kindersitz mitgefahren. Danach jedes Jahr selbst“, erläuterte Finns Opa Siegfried Fockrahdt. Doch eine Premiere gab es auch für den Zehnjährigen: „Das Fahrrad haben wir erst Samstag gekauft.“ Und? „Fährt sich super.“

Charlotte Schmidt (rechts) hat den Hauptpreis der Elmshorn-Tour gewonnen. Die Elmshornerin kommt in Zukunft dank eines E-Bikes im Wert von mehr als 2000 Euro, das von Radsport Preuß aus Barmstedt zur Verfügung gestellt wurde, mit deutlich mehr Komfort voran. Die Freude war auch bei Werner Schulz groß. Er gewann ein Herrenrad von der Fahrrad-Börse Elmshorn im Wert von mehr als 500 Euro. Dagmar Albertsen, Verkaufsleiterin der Elmshorner Nachrichten, gratulierte den Gewinnern.
Jan Schönstedt

Charlotte Schmidt (rechts) hat den Hauptpreis der Elmshorn-Tour gewonnen. Die Elmshornerin kommt in Zukunft dank eines E-Bikes im Wert von mehr als 2000 Euro, das von Radsport Preuß aus Barmstedt zur Verfügung gestellt wurde, mit deutlich mehr Komfort voran. Die Freude war auch bei Werner Schulz groß. Er gewann ein Herrenrad von der Fahrrad-Börse Elmshorn im Wert von mehr als 500 Euro. Dagmar Albertsen, Verkaufsleiterin der Elmshorner Nachrichten, gratulierte den Gewinnern.

Gerade erst gekauft  hat auch eine Dame aus Elmshorn ihren Fahrradhelm. Dieser verhinderte am Sonntag Schlimmeres, als sie etwa 200 Meter vor dem Zwischenstopp in der Friedhofstraße in Uetersen gestürzt war. Nach einer kurzen ärztlichen Kontrolle  wurde sie vorsorglich von Verlagsmitarbeitern nach Hause gefahren. „Mein Sohn hat schon Jahre auf meinen Mann und mich eingeredet – zum Glück haben wir jetzt auf ihn gehört. Der Helm hat Schlimmeres verhindert“,  sagte sie.

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