zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 01:08 Uhr

Pinneberg : „Ich kenne alle 120 Namen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kristin Nagel übernimmt zum zweiten Schulhalbjahr die Leitung der Grundschule Waldenau.

Pinneberg | Die Fußstapfen, in die Kristin Nagel tritt, sind groß. 23 Jahre lang war ihre Vorgängerin Inge Jording Schulleiterin der Grundschule Waldenau. Nun geht sie zum zweiten Schulhalbjahr in Pension. Aber Nagel ist zuversichtlich. Denn die Kollegen, Eltern und Kinder kennen sie schon. Seit 2009 ist sie Deutsch- und Sportlehrerin am Nieland 1. Davor war sie 16 Jahre lang an der Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental beschäftigt. „Ich bin hier in Pinneberg sehr verwurzelt“, sagt die 56-Jährige. Denn sie wurde in der Kreisstadt geboren und absolvierte ihr Abitur an der Theodor-Heuss-Schule. Fürs Studium ging sie nach Lüneburg. Danach kehrte sie aber schon wieder in den Kreis Pinneberg zurück und machte ihr Referendariat in Tornesch.

An der kleinen Grundschule – pro Klassenstufe gibt es jeweils nur eine Klasse – wolle sie die familiäre und individuelle Atmosphäre weiter fördern. „Ich kenne alle 120    Kinder beim Namen, wir sind ja eine kleine Schule“, sagt sie. „Und es wäre schön, wenn es nicht nur ein Ort zum Lernen ist, sondern auch ein Kommunikationstreff für die Waldenauer wird“, wünscht sich die 56-Jährige. „Waldenau ist durch die abgeschiedene Lage wie ein Dorf. Ich möchte, dass die Grundschule genau wie die Kirche und der Sportverein ein wichtiger Teil davon wird“, sagt sie. Sie könne sich zum Beispiel vorstellen beim Waldenauer Erntedankfest nicht nur als Schule beteiligt zu sein, sondern auch einen schuleigenen Wagen zu gestalten.

Zum neuen Schulhalbjahr ändert sich auch der Vertretungsposten. Bisher führte ihn Rubina Dennert. Ihre Arbeit soll nun unter den einzelnen Lehrkräften, neun sind es insgesamt, aufgeteilt werden.

Und was war Nagels Ansporn, Lehrerin zu werden? „Zum einen ist es bei mir in der Familie beinahe Tradition. Meine Mutter und mein Vater waren auch Lehrer in Pinneberg und lange Konrektoren“, berichtet sie. „Wir haben zuhause immer viel über Schule gesprochen und mit beiden Eltern gemeinsam Mittag zu essen – das war toll“, erinnertsie sich. Gleichzeitig habe sie selbst als Schülerin auch Lehrer gehabt, die nicht als Vorbild dienten. Ganz im Gegenteil. „Da sprang der Funke einfach nicht über, bei ihnen fehlte der Enthusiasmus. Ich bin auch Lehrerin geworden, um das besser zu machen“, erklärt Nagel. „Und mir war immer klar, dass ich viele Kinder haben möchte – das ließ sich damals am ehesten mit dem Beruf vereinbaren.“ Nagel ist Mutter von drei Töchtern und einem Sohn. „Meine Kinder sind jetzt erwachsen, zwischen 24 und 29 Jahre alt“, sagt sie. Deswegen bleibe auch mehr Zeit für die neue Arbeit. Dabei habe sie den Posten eigentlich nie angestrebt. „Aber Frau Jording hat mir die vergangenen Jahre immer zugesprochen. Und sie hat eine tolle Übergabe gemacht“, schwärmt Nagel, die heute vom Schulrat ihre Urkunde erhält und damit offiziell ins neue Amt eingeführt wird.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen