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Nahverkehr : HVV bleibt hart: Aus für Super-Busticket

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Verhandlungen sind gescheitert. Die Stadt müsste die Karten subventionieren.

Schenefeld | 1,30 Euro für alle Fahrten mit dem Bus innerhalb der Schenefelder Stadtgrenzen: Den Vorstoß der SPD aus dem Jahr 2012 unterstützten alle Parteien. Er ist gescheitert. Es wird kein Super-Busticket für Schenefeld geben. Nicht für 1,30 Euro pro Fahrt und auch nicht für 1,90 Euro pro Fahrt, wie es der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) zuletzt angeboten hatte – wenn die Stadt die Zusatzkosten in Höhe von 8000 Euro bezahlt.

Von dieser Forderung rückten die Verkehrsbetriebe auch in den zuletzt geführten Verhandlungen mit Schenefelds Sozialamtschef Axel Hedergott nicht ab. „Das Stadtticket ist für den HVV nicht verhandelbar“, betonte Hedergott. Für Schenefeld wolle der HVV nicht sein ganzes Tarifsystem sprengen. „Es ist eine Frage des Geldes. Wer bestellt, soll auch bezahlen.“ Dieses für Schenefeld ernüchternde Ergebnis brachte Hedergott aus den Verhandlungen mit.

8000 Euro Zuschuss, um das Busfahren innerhalb Schenefelds günstiger zu machen – das lehnte die Politik schon Anfang 2013 ab. Grund: zu wenig Bürger würden davon profitieren. Man setzte auf erneute Verhandlungen mit dem HVV. Das Ergebnis liegt auf dem Tisch.

Der HVV-Tarif: Für Schenefeld ist er Fluch und Segen zugleich. Für 2,95 Euro kommen die Schenefelder mit dem Bus durch halb Hamburg. Gleichzeitig müssen sie 2,95 Euro zahlen, wenn sie aus der Siedlung zum Forum Achter de Weiden fahren wollen – für eine Fahrt.

Es geht aber nicht nur ums Geld: Kritik an den Busverbindungen innerhalb der Stadt gibt es immer wieder. Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz bezeichnet vor allem das Angebot in der Siedlung als „völlig unzureichend“. Dort verkehrt mit dem 186er nur eine Linie. Doch auch in diesem Punkt sind bisher alle Schenefelder Bemühungen für eine Verbesserung gescheitert. „Wenn wir mehr wollen, müssen wir mehr bezahlen“, brachte es Bürgermeisterin Christiane Küchenhof auf den Punkt.

Ein Mehr leistet sich die Stadt bereits bei der Metrobuslinie 2. Damit sie über den Dorfplatz hinaus bis ins Wohngebiet Achter de Weiden fährt, zahlt die Stadt im Jahr 28.300 Euro.

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erstellt am 03.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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