Schulzentrum Nord in Pinneberg : Hurra, unsere Schule ist jetzt bunt

Tristesse hat keine Chance: Am Schulzentrum Nord macht das Lernen jetzt noch mehr Spaß. Künstlerin Gisela Meyer-Hahn hat das Farbkonzept entworfen.
Tristesse hat keine Chance: Am Schulzentrum Nord macht das Lernen jetzt noch mehr Spaß. Künstlerin Gisela Meyer-Hahn hat das Farbkonzept entworfen.

Die Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn sorgt mit ihrem Farbkonzept für eine angenehme Lernatmosphäre.

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27. November 2013, 16:50 Uhr

Graue Wände. Sichtbeton. Dunkle Korridore. So sieht es in vielen Schulen im Land Schleswig-Holstein aus. Tristesse, die ihr Echo in gestörtem Lernverhalten der Schüler findet. Pädagogen wissen ein Lied davon zu singen. An Pinnebergs Schulzentrum Nord wird jetzt ein neuer Weg beschritten – mit einem umfassenden Farbkonzept, das in Abschnitten realisiert wird.

Und wer könnte dergleichen besser als Pinnebergs Frau der Farben? Gisela Meyer-Hahn hat sich zum Ziel gesetzt, die Regionalschule im Norden der Kreisstadt zu einem echten Hingucker werden zu lassen. Eltern und Lehrer hat sie auf ihrer Seite. Die Kinder sowieso. Sie sammelten Geld, organisierten gar einen Sponsorenlauf, um das Projekt zu finanzieren. Erlös: 5200 Euro.

Geld, das bereits eingesetzt werden konnte – für Treppenhäuser, die Pausenhalle, den Eingangsbereich der Turnhalle und einen Klassenraum, der als Prototyp dient. „Es geht nicht nur um Ästhetik, die Lernatmosphäre soll verbessert werden“, sagt Meyer-Hahn. Farbtöne im Blau- und Grünbereich etwa förderten die Aufmerksamkeit. „Und wir wollen dunkle Tunnelsituationen vermeiden“, so Meyer Hahn.

Zum Konzept der Pinneberger Künstlerin, deren Arbeit weltweit Anerkennung findet, gehören auch Glasarbeiten, so genannte Farbschilder. Insgesamt wurde bislang ein vierstelliger Betrag investiert. In den kommenden Jahren sollen weitere Bereiche umgestaltet werden. Rektor Holger Witt, der Meyer-Hahn angesprochen hatte, ist begeistert: „Das ist eine zeitlose Gestaltung, wir haben lange darüber diskutiert.“ Das Farbkonzept sei keineswegs Spielerei, vielmehr sei Funktionalität von entscheidender Bedeutung. „Im Treppenhaus bleiben die Schüler stehen, nehmen die veränderte Atmosphäre wahr“, sagt Witt. Eine positive Resonanz, die nicht überall zu verzeichnen sei. Bei der Stadtverwaltung nehme man die Initiative eher gleichgültig zur Kenntnis.

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