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Der Amtschef schmeißt ’ne Runde : Hunderte feiern Karneval in Moorrege

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rainer Jürgensen vergisst seinen Karnevalsorden. 400 Narren feiern unter dem Motto „Mit Saus und Braus in die neue Session“.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Moorrege | Zur Tradition gehören auch Rituale – jedenfalls bei den Veranstaltungen der Moorreger Karnevalisten. Eines davon ist die Eröffnungszeremonie der Närrischen Februarsitzung, die die Jecken aus der Gemeinde zwischen Marsch und Geest am Sonnabend feierten.

„Ohne drei Dinge geht es nicht“, stellte Julian Kabel, Sitzungspräsident und Vorsitzender der Narrengemeinschaft, fest. Zuerst wurden die drei Ehrensenatoren Roland Marcks, Kurt-Uwe Heidecke und Ewald Körner begrüßt. Anschließend erklang die Schiffsglocke, und zu guter letzt stellte Kabel das Motto der 52. Session vor: „Mit Saus und Braus in die neue Session, denn Aschermittwoch ist am 10. Februar schon. Doch Aschermittwoch ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage“, dichtete der Narren-Chef.

Die Mehrzweckhalle am Moorreger Himmelsbarg war mit etwa 400 Besuchern gut gefüllt. Kabel begrüßte vor allem Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, Moorreges Amtsdirektor Rainer Jürgensen sowie eine knapp 50-köpfige Abordnung der befreundeten Marner Karnevalsgesellschaft. Jürgensen wurde sogleich verpflichtet, den Elferrat der Karnevalisten mit Getränken zu versorgen, denn der als Gorilla kostümierte Verwaltungsbeamte hatte den ihm einst verliehenen Sessionsorden nicht umgehängt und musste deshalb elf Gläser Sekt für das Gremium spendieren.

Spendabel zeigte sich Kabel bei der Verleihung von traditionellen Insignien der Narren. Den Prinzenorden für Verdienste um den Moorreger Karneval erhielten Hans-Jürgen Gebhardt, Wolfgang Hyza, Horst Ermeling sowie Enja Gröschke, die zehnjährige Enkelin des amtierenden Prinzenpaars „Jochen I.“ und „Bärbel II.“. Jan Graage, Vizepräsident des Norddeutschen Karneval-Verbands, zeichnete Ines Gehrke für ihr langjähriges Engagement als Tanztrainerin der Garden mit dem Verdienstorden in Gold aus.

Die Höhepunkte der Närrischen Februarsitzung waren ebenso traditionell wie die Formalitäten, jedoch deutlich kurzweiliger. Die Weiße Garde, die Nachwuchstruppe der elitären Tanzformationen, verzauberte die Besucher einmal mehr bei einem flotten Marsch mit ihrer ungezwungenen Fröhlichkeit. Gleich vier Tanzmariechen – Sina-Marie, Michelle, Tina und Sina-Michelle – wirbelten in akrobatischer Manier über die Bühne. Die Rote Garde sowie die Blaue Garde zeigten viel Bein, und das Männerballett brachte ebenso wie die Büttenredner die Besucher zum Lachen. Sketche mit Ernst Ottenbacher und Dieter Norton, die als HSV- und St.-Pauli-Fans über die schönste Nebensache der Welt diskutierten, sowie der Auftritt von Stargast Timmy, dem singenden Kinderarzt aus Hamburg, der sich gern in die Besucherreihen gesellte und die meist bunt kostümierten Narren zum Mitsingen animierte, Schunkellieder von Hofsänger Dieter Norton, Einlagen des Musikzugs Rosenstadt Uetersen und nach dem Finale Hits, die der Holmer Discjockey „Stumpi“ auf den Plattenteller legte – die Besucher in der Mehrzweckhalle feierten bis weit nach Mitternacht.

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