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Kirchenkonzert in Kummerfeld : Hunderte Besucher lauschten den Klängen im überfüllten Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 300 Besucher wollten das Konzert verfolgen und hatten, nachdem alle Stühle besetzt waren, bereits Plätze auf dem Boden gesucht.

Kummerfeld | Kantorin Maike Ruhe diskutierte am Sonntag mit ihren Solisten am Eingang der Osterkirche. Die große Frage: Wie kann man die Luft verbessern? Denn das Festkonzert zum 50. Jubiläum der Gemeinden Borstel-Hohenrade, Kummerfeld und Prisdorf der Kantorei der Osterkirche und dem Elbipolis Barockorchester Hamburg hatte wahre Menschenmassen bewegt. Mehr als 300 Besucher wollten das Konzert verfolgen und hatten, nachdem alle Stühle besetzt waren, bereits Plätze auf dem Boden gesucht. Schnell kamen Klappstühle im Foyer dazu, damit die Gäste das Konzert zumindest akustisch verfolgen konnten. „Da müssen wir jetzt durch“, sagte Ruhe bevor sie mit den Solisten Heike Fischer (Sopran), Ina Jaks (Alt) und Sönke Tams Freier (Bass) das Kirchenschiff betrat. Die Idee, die Seitentüren zu öffnen, war da schon verworfen worden, weil die Temperaturschwankungen die Instrumente hätten verstimmen können.

„Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und ich hoffe, dass wir es alle durchstehen. Vor allem unsere Hauptakteure“, sagte Pastor Bernd Andresen bei seiner Begrüßung. Er selbst postierte sich an einer Seitentür auf Höhe des Altars, die einen Spalt geöffnet wurde, um es in der Kirche etwas erträglicher zu machen.

Die Musiker ließen sich von stickiger Luft und Wärme aber nicht beeinflussen und boten ein beeindruckendes Konzert mit den Stücken „Lobe den Herren, Kantate 137“ von Johann Sebastian Bach, „Suite Nr. 2 in G“ von Johann Bernhard Bach und „Dettinger Te Deum“ von Georg Friedrich Händel. Das Te Deum gilt als unbekanntes Werk des Barock-Komponisten.

Er komponierte das Te Deum zur Feier des Sieges, den die verbündeten österreichischen und englischen Armeen am 27. Juni 1743 bei Dettingen in Unterfranken über die Franzosen errangen. Der Chor trug das Stück im englischen Original vor – einem Barocken – für heutige Ohren etwas altertümlichen – Englisch.

Einige Musiker waren bereits am Sonntagmorgen beim Festgottesdienst aufgetreten. Nach monatelangen energetischer Sanierung konnte die Kirche nun erstmals am Sonntag wieder genutzt werden.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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