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Steuererhöhungen in Rellingen : Hundehalter zahlen künftig mehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Hundesteuer in Rellingen wird um 66 Prozent erhöht. Die Gemeinde nimmt damit 45.200 Euro pro Jahr ein.

Rellingen | 2014 ist in Rellingen das Jahr der Steuererhöhungen. Nach Eigenheimbesitzern und Unternehmen – Grund- und Gewerbesteuern werden erhöht – müssen nun auch Hundehalter tiefer in die Tasche greifen. Dafür gab der Finanzausschuss am Dienstagabend grünes Licht. Nach nunmehr 23 Jahren soll die Hundesteuer erhöht werden – und das um 66 Prozent.

Laut Verwaltung sind derzeit 848 Hunde in der Baumschulgemeinde gemeldet. Die 772 Bürger, die einen Vierbeiner besitzen, zahlen statt 30 Euro zukünftig 50 Euro. Beim zweiten Hund erhöht sich die Gebühr sogar um mehr als 100 Prozent. Davon sind derzeit 70 Halter in Rellingen betroffen. Die CDU hatte den Antrag zur Anhebung eingebracht. Dieser wurde mehrheitlich beschlossen – einzig die SPD stimmte dagegen. Dass die Gebühr lange nicht erhöht wurde, sei kein Argument, kritisierte SPD-Fraktionsvorsitzender Gunnar Koltzk. Er sei generell dagegen, Haustiere zu besteuern. „Damit sollen irgendwelche Haushaltslöcher gestopft werden – dabei hätte man mehr Erfolg, wenn man im Speckgürtel Hamburgs Pferde besteuern würde“, sagte Koltzk.

Die Grünen befürworten, dass die Tierliebhaber künftig mehr zahlen. Schließlich sei die Hundesteuer seit 23 Jahren nicht erhöht worden, betont der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Konrad Wolf. „Im Vergleich mit den anderen Kommunen liegt Rellingen weit hinten, das wird sich durch die Anhebung auch nicht ändern“, betont er. Eine Änderung sei zudem deshalb berechtigt, weil Hunde viel Schmutz verursachen würden, sagte Wolf. „Dieses Argument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen“, kritisiert Koltzk, „dann müsste man auch Katzen besteuern.“

Nach Angaben von Bernd Früchtnicht, Fachbereichsleiter Finanzen, spült die Erhöhung der Hundesteuer 45.200 Euro pro Jahr in die Gemeindekasse. Am 17. November müssen noch die Mitglieder der Gemeindevertretung zustimmen, dann tritt die Anhebung zum 1. Januar 2015 in Kraft. „Dass jetzt alles auf einmal kommt, ist dem geschuldet, dass lange nichts verändert wurde“, sagte Bürgermeisterin Anja Radtke.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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