zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 13:06 Uhr

Hürdenlauf zum Kunstrasenplatz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SV Rugenbergen legt dem Beirat der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Konzept vor / Verkauf des Geländes offenbar vom Tisch

von
erstellt am 24.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Der Wunsch des Bönningstedter Sportvereins Rugenbergen (SVR), den Sportplatz der Gemeinschaftsschule Rugenbergen mit Kunstrasen auszustatten, besteht nunmehr seit drei Jahren. War während der Dezember-Sitzung des Schulbeirats noch im Gespräch, den sogenannten Amtssportplatz, der im Besitz der Schulträgergemeinden Bönningstedt, Ellerbek und Hasloh ist, an die Gemeinde Bönningstedt zu verkaufen, ist diese Idee offenbar vom Tisch. Während der jüngsten Sitzung diskutierte das Gremium über ein neues Konzept. Es sieht vor, den Platz im Besitz der Trägergemeinden zu belassen und an den SVR für mindestens 25 Jahre mit einer Option auf weitere 25 Jahre zu verpachten.

„In Gesprächen zwischen dem Amt Pinnau und dem SVR haben wir erarbeitet, dass der Verein einen Antrag auf Kunstrasen stellt und das Amt beauftragt wird, den Verein bei den anstehenden Gesprächen mit den Gemeinden und der Schule zu begleiten“, sagte Detlev Brüggemann, leitender Verwaltungsbeamter des Amts.

Parallel zu den Planungen für den neuen Belag würden die Kosten für eine Sanierung des Platzes ermittelt werden, um so die Ausgaben, die auf die Trägergemeinden entfallen würden, vergleichen zu können. „Allerdings werden die Gemeinden nur mit dem Grad der Nutzung des Platzes durch die Schule an den Kosten beteiligt“, betonte Brüggemann.

Sowohl Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) als auch Rektorin Maike Hinrichsen forderten, dass der Schulsport uneingeschränkt gewährleistet sein müsse und alle Planungen von Anfang an eng mit den Sportlehrern abgestimmt werden sollen.

„Die Hasloher Gemeindevertretung hat einem Verkauf des Platzes zugestimmt – da sehen wir jetzt eine anteilige Mitfinanzierung kritisch“, sagte Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Auch für Hildebrand waren die Kosten ein wesentlicher Punkt. „Derzeit ist in unserem Haushalt dafür kein Geld vorgesehen“, sagte er.


Verein muss die Kosten ermitteln


Niels Hansen (BWG), Finanzausschussvorsitzender in Bönningstedt, plädierte dafür, jetzt den Startschuss zu geben, um möglichst schnell konkrete Zahlen vorliegen zu haben. „Wir müssen die Höhe des Sanierungsbedarfs und als Alternative die Kosten für Kunstrasen ermitteln“, sagte er. Diese sollen bis zur nächsten Sitzung des Beirats vorgelegt werden. „Anträge auf Fördergelder müssen bis zum 1. August eingereicht sein“, informierte Brüggemann. Mit entsprechendem Vorlauf für nachzureichende Unterlagen sollten deshalb bis Ende Mai Entscheidungen getroffen sein.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte Brüggemann, dass zwei große Hürden zu nehmen seien: Die Abstimmung mit der Schule hinsichtlich der Notwendigkeit einer Tartan-Bahn für den Langlauf und die Finanzierung des Vorhabens. „Geht es nach den derzeitigen Plänen des SVR, wird die Fläche so überplant, dass ein zusätzliches kleines Spielfeld für die Jugend entsteht“, erläuterte der Verwaltungsbeamte. Das bedeute jedoch, dass die Tartan-Bahn wegfalle und die Schüler auf dem Rasen ihre Runden drehen müssten.

Für Rektorin Maike Hinrichsen unvorstellbar: „Wir sind eine Schule mit Sport-Schwerpunkt – da brauchen wir eine genormte 400-Meter-Laufbahn ebenso wie die Leichtathletik-Anlagen, etwa für Hoch- und Weitsprung“, sagte sie. Den jetzigen Grasbereich in Kunstrasen zu verwandeln sehe sie indes unproblematisch.

„Es gibt bei uns Schüler, die am Lauftag stolze 42 Runden drehen“, berichtete Hinrichsen. Mehr als 90 Jugendliche trainierten derzeit, um am Zehntel-Marathon in Hamburg teilzunehmen. Auch der Schulhof sei für sportliche Aktivitäten ausgerichtet. „Unsere Schüler können sich während der Pausen und im Sportunterricht auspowern – was dazu geführt hat, dass es deutlich weniger Konflikte untereinander gibt“, hebt sie den pädagogischen Gesichtspunkt hervor.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen