Anstoß – Die HSV-Kolumne : HSV gegen FC Erzgebirge Aue: Wolf macht bisher alles richtig

Kolumnist Lars Zimmermann.

Kolumnist Lars Zimmermann.

Der Trainerwechsel beim HSV hat sich bezahlt gemacht, sagt unser Kolumnist.

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11. November 2018, 10:00 Uhr

Hamburg | Der Trainerwechsel hat sich für den HSV schon bezahlt gemacht. Der neue Coach Hannes Wolf hat zwar nicht viel verändert, dafür aber an den richtigen Stellschrauben gedreht und damit bisher jedes Spiel gewonnen. Die wichtigste Änderung ist, dass Wolf bedingungslos auf Pierre-Michel Lasogga setzt, der unter Ex-Coach Christian Titz meistens nur als Joker gefragt war. Der bullige Stürmer rechtfertigt das Vertrauen und trifft inzwischen in fast jedem Spiel. Seine Tore haben dafür gesorgt, dass der Ex-Dino als Tabellenführer in die Länderspielpause geht und sich momentan klar auf Aufstiegskurs befindet. Ebenso wichtig ist, dass Douglas Santos kein reiner Linksverteidiger mehr ist. Der Brasilianer rückt häufig ins Zentrum und nimmt so wesentlich mehr Einfluss auf das Spiel. Das tut dem HSV gut. Vor allem die Flanken von Douglas Santos sind immer brandgefährlich.

Positiv wirkt sich außerdem aus, dass Julian Pollersbeck nur noch als Torhüter und nicht wie noch unter Titz als verkappter Spielmacher gefragt ist, der bis zur Mittellinie aufrückt. Seitdem Pollersbeck hinten bleibt, steht die Abwehr besser. Fünf Gegentore wie gegen Regensburg werden die Hamburger mit Sicherheit nicht mehr so schnell kassieren.

Die Mannschaft wirkt auch deshalb wesentlich stabiler, weil Wolf auf eine feste Stammelf setzt. Pollersbeck, Gotoku Sakai, Rick van Drongelen, Douglas Santos, Orel Mangala, Aaron Hunt, Lewis Holtby, Khaled Narey und Lasogga spielen praktisch immer. So entstehen Automatismen und man hat das Gefühl, dass inzwischen wirklich eine Mannschaft auf dem Platz steht, in der jeder weiß, was der andere tut. Das war in den letzten Spielen unter Titz leider nicht mehr der Fall.

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