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Ferien auf dem Platz : HSV-Fußballschule in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mit Dirk Heyne gehört auch ein Ex-Nationalspieler zum Trainerteam.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Sie heißen Jacob, Justin und Damian. Sie sind zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Und sie tragen die Raute auf der Brust. Sichtlich mit Stolz. Seit Montag kicken Jungen und Mädchen täglich sechs Stunden in Pinneberg. Im HSV-Trikot. Unter der Regie von sechs professionellen Trainern. Die Fußballschule des Bundesliga-Dinos ist in der Kreisstadt zu Gast. „Super Bedingungen hier“, schwärmt Martin Bube. Der 46-Jährige leitet das Feriencamp.

Schon seit fünf Jahren gastiert der HSV in Pinneberg. Jeweils in den Herbstferien wird auf der Sportanlage im Stadtteil Eggerstedt gedribbelt, gepasst und getunnelt. Die kleinen Kicker durchlaufen mehrere Trainingsstationen. „Wir legen viel Wert auf Technik und Koordination“, sagt Bube, der mit Dirk Heyne einen Ex-Profi in seinem Team hat. Heyne hat in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach gespielt – und sogar neunmal das Tor der DDR-Nationalmannschaft gehütet.

Wer glaubt, dass der Hamburger SV den kleinen Clubs mit seiner Fußballschule frühzeitig Talente abjagen will, der irrt laut Bube. Das Nachwuchskonzept der Rothosen orientiere sich in eine andere Richtung. „Es ist besser, talentierte Kinder länger in ihren Stammvereinen zu belassen“, so Bube. Der HSV setze vermehrt darauf, die Partnerschaft mit Clubs im Umland auszubauen. Einer dieser Partnerclubs ist der VfL Pinneberg, mit seiner Jugendfußballabteilung, den „Löwen“. Dirk Schulze ist Kopf der Abteilung. Er ließ es sich gestern nicht nehmen, den kleinen Kickern zuzusehen. „Mein Sohn ist dabei, die Kinder schwärmen jeden Abend.“

In Pinneberg stehen 66 Kinder auf dem grünen Rasen. Die Ansprache der Trainer ist freundlich, aber auch bestimmt. „Ja, wir legen Wert auf Disziplin“, bestätigt Bube. Im Vergleich zu anderen Vereinstrainern hätten er und seine Kollegen es allerdings leicht. „Wir tragen eben diese Raute auf der Brust, es ist immer wieder erstaunlich, was das ausmacht.“ Für den Coach ist besonders wichtig, bei den Kindern eine Bindung zum HSV aufzubauen. „Wir arbeiten hier mit dem Fan von morgen“, sagt der 46-Jährige. „Wir formen keine künftigen Bundesligaspieler, aber wir geben jedem etwas mit.“

Im kommenden Jahr wird die Fußballschule des HSV erneut in Pinneberg zu Gast sein. Anmeldungen nimmt der HSV entgegen. Die Teilnahmegebühr beträgt 179 Euro. Für das Geld gibt’s Trikotsätze, Trinkflaschen und warmes Essen.

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