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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 12:01 Uhr

Bönningstedt : Hommage an Leonard Cohen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zwischen den einzelnen Titel las er Passagen aus dem autobiografischen Roman von Cohen „Das Lieblingsspiel“ und erzählte Anekdoten aus dem Leben des heute 81-jährigen Singer-Songwriters, Dichters und Schriftstellers.

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erstellt am 02.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Bönningstedt | Einmal im Monat bieten Peter Müller und seine Tochter Anja im Partyspeicher Grammy in Bönningstedt Live-Musik. Gestern zum ersten Mal als Matinee ab 11 Uhr. Eingeladen hatten die Veranstalter Thomas Haloschan, den Peter Müller während eines Konzerts in einer Töpferei in Nordfriesland gehört hatte.

Unter dem Motto „I’m your man“ spielte Haloschan Musik von Leonard Cohen. Zwischen den einzelnen Titel las er Passagen aus dem autobiografischen Roman von Cohen „Das Lieblingsspiel“ und erzählte Anekdoten aus dem Leben des heute 81-jährigen Singer-Songwriters, Dichters und Schriftstellers. Unterstützt wurde Haloschan von der deutsch-irischen Sängerin Ashley Adair, die wie er aus Eckernförde kommt, und Bernd Unstaedt, einem Multi-Instrumentalisten aus Kiel. Auf dem Programm gab es auch Songs aus den ersten vier Alben von Cohen, der vor seiner Karriere als Sänger als Dichter tätig war. Das allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Da Cohen davon nicht leben konnte, fing er an, seine Gedichte zu vertonen.

Los ging es mit „Bird on the Wire“ aus dem Jahre 1969. Dann folgte „Suzanne (1967) – der erste Song von Cohens Debut-Album. Für den Hit „Chelsea Hotel“, den Cohen Janis Joplin gewidmet hat, die er just in diesem Hotel im Fahrstuhl getroffen hatte, schrieb Haloschan einen deutschen Text. Nach den Liedern aus Cohens akustischer Phase, hat der Ausnahmemusiker eine Rock’n’Roll-Platte aufgenommen. Auf Wunsch seiner Mutter kehrte Cohnen gegen Ende der 1970er Jahre wieder zu den sanften Tönen zurück. Eines der wichtigsten und besten Stücke von Cohen ist „If it be your will“ (1984) – und es durfte auch beim gestrigen Konzert nicht fehlen. Nach der Pause ging es dann mit jüngeren Stücken weiter. Krönender Abschluss war „Hallelujah“ (1984). Haloschan beschäftigt sich mit Cohens Musik schon seit seiner Jugend. Ihn fasziniert die Vielfalt von Songs, die Cohen geschrieben hat.

Das kam auch bei den Zuschauern an. Marianne Krohn aus Ellerbek hat das Konzert „super gut“ gefallen. „Die Harmonie der Stimmen war sehr gut.“ Krohn war mit ihren Freundinnen Ingrid Kröger und Dagmar Fröse nach Bönningstedt gekommen. Kröger fand es „kuschelig“ und Fröse ergänzte: „Die Räumlichkeiten sind hier ganz toll“. Auch der Veranstalter zeigte sich zufrieden. „Bei der Musik kann man den Betriebsmodus runterfahren und sich fallen lassen“, sagte er. Das nächste Live-Konzert findet am Freitag, 13. November, ab 20 Uhr statt. Dann wird die „Steel Shiffle Gang“ aus Pinneberg erwartet. Der Eintritt ist wieder frei.

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