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Schenefeld : Hobby-Imker kämpft für das Image der Bienen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Peter Jaspers aus Schenefeld will mit Unterstützung seiner Frau das Image der Bienen verbessern und Kinder aufklären.

Schenefeld | „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Auch wenn das Zitat dem berühmten Physiker Albert Einstein wohl nur angedichtet wird, zeigt es doch die große Bedeutung von Bienen. Unser Speiseplan wäre wesentlich karger ohne sie. 500.000 von ihnen leben bei Eva und Peter Jaspers in Schenefeld. Beide setzen sich dafür ein, dass sich der Ruf der Insekten verbessert, und wollen Kindern die Angst vor den Insekten nehmen. Seit elf Jahren geht er seinem Hobby nach, verkauft auch verschiedene Produkte.

„Ich habe mich schon als Jugendlicher für Bienen interessiert“, erzählt der 49-Jährige. Die kleinen Tiere hätten einfach ein sehr spannendes Sozialverhalten. Wie gerufen sitzt kurze Zeit später eine von ihnen hinter ihm an der Fensterscheibe, während Jaspers einfach weiter erzählt. Während in mir leichte Panik aufsteigt, nimmt er die Biene ruhig auf seinen Finger und zeigt ihr den richtigen Weg nach draußen. „Mich fasziniert, was die leisten. Wenn man sich mal überlegt, dass eine Biene dreimal um die Erde fliegen müsste, für ein Glas Honig, ist das schon gewaltig.“

Ob er oft gestochen wird? „Heute nur dreimal“, sagt der Schenefelder und lacht. „Die wollen nur spielen.“ Wenn man sich damit auskenne, sei das alles kein Problem. „Bienen sind nicht gefährlich. Ich gehe da manchmal mit Badehose hin. Laien sollten sich aber nicht einfach so einen Kasten hinstellen. „Man muss sich schon genau damit beschäftigen.“ Seine Tiere nennt er liebevoll „Püppies“ – zumindest wenn sie brav sind.

Ein häufiger Anfängerfehler sei zum Beispiel, den Bienenkasten zu häufig zu öffnen. „Weniger ist da mehr“, sagt er. Zu oft sollte man die Tiere nicht stören. „Am Anfang braucht man immer zwei Kästen. Einen zum Imkern – und einen zum Totgucken“, erklärt der Schenefelder und grinst breit. Wütend macht ihn, wenn die Tiere gequält werden. Beeindruckend habe er den Dokumenetarfilm „More than Honey“ gefunden. Pestizide, Insektizide und genmanipulierte Pflanzen rücken den Hautflüglern seit Jahren auf den Pelz. Weltweit sterben viele Bienen.

Regelmäßig lädt Jaspers Schulklassen und Kindergärten ein, um sie für das Thema Bienen zu sensibilisieren und die Wichtigkeit ihrer Arbeit hervorzuheben. „Die Imker erhalten die Lebensgrundlage der Menschen.“

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erstellt am 01.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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