Steigende Kosten : Hiobsbotschaften in Hasloh reißen nicht ab

Die Kosten, um in der alten Kita am Mittelweg eine zusätzliche Kindergartengruppe einzurichten, sind deutlich höher als angenommen.
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Die Kosten, um in der alten Kita am Mittelweg eine zusätzliche Kindergartengruppe einzurichten, sind deutlich höher als angenommen.

Die Einrichtung einer zusätzlichen Kindergartengruppe wird deutlich teurer als ursprünglich geplant.

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02. Juli 2015, 10:00 Uhr

Hasloh | Es scheint wie verhext: Eine schlechte Nachricht jagt in Hasloh die nächste. Erst der Haushalt der Gemeinde, in dem die Kommunalaufsicht die Investitionen von 600.000 Euro auf 50.000 Euro kürzte – und damit die Hoffnungen auf eine zügige Sanierung der maroden Grundschule zunichte machte. Dann das Feuerwehrauto, das nicht in Betrieb genommen werden kann, weil es als gestohlen gemeldet ist.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend mussten die Politiker nun die nächste Kröte schlucken: Die Kosten, um in der alten Kita am Mittelweg eine zusätzliche Kindergartengruppe einzurichten, sind deutlich höher als angenommen. „Nach heutigem Stand müssen wir 80.000 bis 120.000 Euro ausgeben“, gab Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) bekannt. Er selbst habe davon erst am Nachmittag Kenntnis erlangt.

Der Grund: Nach dem Auszug der evangelischen Kindertagesstätte hätte das Gebäude von verschiedenen Gruppen genutzt werden sollen, darunter die Geschichtswerkstatt, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und den Spielgruppen der Villa Kunterbunt. „Dafür mussten wir eine Nutzungsänderung beantragen“, erklärte Brummund.

Damit einher gehe die Überprüfung des Brandschutzes in dem Gebäude. „Das kann kein so großer Aufwand sein – dachte ich“, sagte der Bürgermeister. Dieser Eindruck habe sich nach einer Begehung mit Vertretern des Kreises Pinneberg bestätigt. Im Rahmen der Bauunterhaltung sollte mit den vorhandenen Mitteln eine pragmatische Lösung gefunden werden. Diese Hoffnung hat sich offenbar zerschlagen. „Es wird noch ein paar Tage dauern, bis eine konkrete Vorlage ausgearbeitet ist, das ist eine sehr unangenehme Lage“, sagte Brummund.

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„Das ist eine sehr unangenehme
Lage für uns.“

Bernhard Brummund (SPD)
Bürgermeister von Hasloh
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Zumal nach der Begehung eigens ein Elternabend mit den betroffenen Erziehungsberechtigten einberufen worden war. Auch die Auswahl des Personals durch den Träger, das evangelische Kita-Werk, habe bereits stattgefunden. „Wir stehen bei den Eltern im Wort, denn wir haben festgelegt, dass die zusätzliche Gruppe ab Mitte September den Betrieb aufnimmt“, sagte Brummund weiter.

Und die Zeit drängt. „Wir müssen sowohl für den Bauausschuss als auch für die Gemeindevertretung noch im Juli eine Sondersitzung anberaumen“, kündigte Brummund an.

Die Sozialausschussvorsitzende, Anne Worthmann (CDU), die sich für die Einrichtung der Gruppe stark gemacht hatte, wollte zur aktuellen Entwicklung keinen Kommentar abgeben. Nur so viel: „Dazu bräuchte ich mehr Fakten.“

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