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Rotary Club Quickborn : Hilfe für Schüler mit Problemen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Rotary Club finanziert die Teilnahme von Quickborner Schülern an der Sommerakademie der Leuphana Universität Lüneburg.

von
erstellt am 15.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Quickborn | Schlechte Aussichten einen Hauptschulabschluss zu erlangen, Probleme in der Schule. Jugendliche, die lernen müssen zu lernen, Selbstbewusstsein aufzubauen und sich auf das Berufsleben vorbereiten. Dieses Ziel haben Jungen und Mädchen aus Schleswig-Holstein und Hamburg in der Sommerakademie der Leuphana Universität Lüneburg, die von Rotary Clubs und der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird.

Auch sechs Quickborner und ein Barmstedter Schüler verbrachten drei Wochen ihrer Sommerferien auf dem Jugendhof Scheersberg und verbesserten in Bildungsmodulen nicht nur ihre Leistungen in Mathematik und Deutsch, sondern beschäftigten sich mit Berufswahl und der Erstellung eines eigenen Musicals.

„Ich habe eine Schülerin aus Quickborn nach dem Grund ihrer Teilnahme gefragt, da sagte sie: ‚Ich möchte, dass meine Mutter stolz auf mich ist‘“, sagt Rüdiger Lang vom Rotary Club Quickborn. Insgesamt neun Plätze, die pro Teilnehmer 4215 Euro kosten, finanzierte der Club zu 54 Prozent. Den Rest übernahm die Bundesagentur für Arbeit. Die Teilnehmer selbst zahlten nichts für das Sommercamp. „Wir konnten nur sieben Plätze besetzen, die anderen zwei wurden von einem anderen Club besetzt. Das ist bitter, weil wir die Hoffnung hatten, etwas für die Region zu tun“, sagt Lang. Im nächsten Jahr würden für förderungsbedürftige Schüler aus Quickborn, Barmstedt und Bönningstedt sechs Plätze zur Verfügung stehen.

Ende Oktober erhalten die Schüler ein umfangreiches Zertifikat für ihre Teilnahme. Doch auch nach der Übergabe werden sie nicht allein gelassen. „Nun geht die Nachbetreuung los. Die Mentoren, die auch im Camp waren, treffen sich einmal die Woche mit kleinen Gruppen,“ sagt Lang. Die Treffen seien dazu da, um über Probleme zu sprechen, nicht für die Hausaufgabenbetreuung. Erste Erfolge habe das diesjährige Programm jedoch bereits gezeigt: „Eine der Schülerinnen hat in diesem Schuljahr zum ersten Mal in ihrer schulischen Laufbahn in Mathe eine drei geschrieben“, sagt Ingetraud Schröder. Die Lehrerin der Teilnehmer habe außerdem während eines Betriebspraktikums bemerkt, dass die Schüler eine verlässlichere Einstellung zeigen. Schröder möchte für die Teilnehmer auf dem Weg ins Berufsleben auch nach dem Projekt Begleitung finden.

Die Rotary Clubs übernehmen nach drei Jahren im nächsten Jahr zum letzten Mal die Finanzierung des Camps. „Wir haben es angeschoben und haben nun die Hoffnung, dass die Wirtschaft das Projekt unterstützt“, so Lang. „Es ist eine gute Sache, nur eben nicht billig.“

Das Konzept der Sommerakademie wurde von Professor Kurt Czerwenka von der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt. „Das Projekt steht in der Tradition Wilhelm von Humboldts, der die Verbindung von Allgemeinbildung und Berufsbildung erkannt hatte“, so Professor Czerwenka. Nach seinem Konzept geht es darum, Risiko-Schüler persönlich zu fördern, dabei werden schulische, sozialpädagogische und kommunikationsorientierte Bausteine miteinander verknüpft. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Konfrontation mit dem „Nicht-Können“, sondern auf der Förderung der Kompetenzen durch das Arbeiten an Projekten mit lebensnahen Bezügen. Dabei werden die Schüler von Lehrern, Sozialpädagogen und Studenten der Leuphana Universität begleitet. Weitere Informationen auf der Internetseite.
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