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Diakonie Pinneberg : Hilfe für ratlose Eltern

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bettina Seiler und ihr Team stehen immer dann bereit, wenn es Probleme bei der Erziehung gibt.

Pinneberg | Erziehung ist ein weites Feld. Bettina Seiler weiß das. Sie und ihr Team stehen Pinneberger Eltern, die mit Problemen zu kämpfen haben, mit Rat und Tat zur Seite. Vier Experten und eine Sekretärin warten in den Büros der Erziehungsberatung des Diakonischen Werks auf Klienten. Die Einrichtung ist mitten in Pinnebergs City, in der Bahnhofstraße 29-31, beheimatet.

Dass die Nachfrage da ist, belegen Zahlen. Im Jahr 2013 haben die Erziehungsberater 512 Fälle bearbeitet. 2573 Gespräche mit gestressten Eltern und Kindern wurden im Verlauf des Jahres geführt. Während Probleme mit Kleinkindern eher selten auftraten, ging es häufig um den Umgang mit jungen Menschen, die in der Pubertät stecken. Ein Problem, das in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewann, ist das Mobbing unter Jugendlichen.

Lustlosigkeit, Leistungsabfall in der Schule, soziale Isolation, Essstörungen und übermäßiger Medienkonsum: Die Bandbreite der Probleme, mit denen Eltern an die Bahnhofstraße kommen, ist groß. „Uns ist wichtig, dass – wenn möglich – die ganze Familie zum Gespräch erscheint“, so Seiler. Manchmal gehe es nur darum, Orientierung zu bieten. „Man kann sagen, dass die Unsicherheit auf dem Sektor Erziehung in den vergangenen Jahren zugenommen hat“, so die Expertin. Die Definition von Regeln, das Schaffen von Strukturen und Freiräumen für den Nachwuchs – zentrale Themen der Beratung. „Wir appellieren an Eltern, weniger anzuordnen – und mehr zu sprechen, zu verhandeln“, sagt Seiler. Sie erkennt einen grundlegenden Wandel: „Der Verzicht auf körperliche Gewalt hat die Erziehung verändert, die Suche nach Kompromissen ist wichtiger geworden.“ Zugleich würden Strukturen komplizierter, da Kinder in so genannten Patchwork-Familien mit einem größer werdenden Umfeld konfrontiert würden. Für Eltern und den Nachwuchs brächten die Veränderungen in der Personenkonstellation große Herausforderungen mit sich.

Die Erziehungsberater kooperieren eng mit dem Jugendamt, mit Schulpsychologen, Suchtexperten und Kindertagesstätten. Finanziert wird die Erziehungsberatung der Diakonie vom Kreis Pinneberg. „Das ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz so festgelegt“, sagt Seiler. Mit der Arbeiterwohlfahrt biete ein weiterer Träger ein vergleichbares Angebot.

Die Erziehungsberatung des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein ist in der Bahnhofstraße 29-31 zu finden. Sowohl dienstags in der Zeit von 16 bis 17 Uhr als auch donnerstags in der Zeit von 10 bis 11.30 Uhr werden offene Sprechstunden angeboten. Beratungstermine werden für Montag bis Donnerstag, jeweils in der Zeit von 8.30 bis 19 Uhr, vergeben. Freitags wird in der Zeit von 8.30 bis 17 Uhr beraten. Telefonisch ist die Einrichtung unter 04101-5055860 zu erreichen. www.erziehungsberatung-pinneberg.de 
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erstellt am 14.Aug.2014 | 16:00 Uhr

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