zur Navigation springen

Ellerbek : Hilfe für die Frauen auf den Bahamas

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum Weltgebetstag geht die Kollekte der Ellerbeker und Bönningstedter Gemeinden an ein Krisenzentrum in Nassau.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Ellerbek | „Auf den Bahamas, auf den Inseln preisen wir unsern Gott“ – so lautete der Liedtext des ersten Liedes beim Gottesdienst in der Ellerbeker Friedenskirche. Gemeinsam mit der Simon-Petrus-Gemeinde in Bönningstedt und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Ellerbek feierte die Friedenskirche einen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag.

Schon beim Einzug in die Kirche vermittelte rhythmische Musik das Gefühl der Lebensfreude und guten Laune, denn in diesem Jahr hatte sich das Komitee mit den Bahamas näher beschäftigt. „Herzlich willkommen auf den Bahamas“, begrüßte die evangelisch-methodistische Pastorin Christine Guse ihre etwa 50 Gäste.

Anhand von Fotos erzählte Guse den Besuchern mehr über den Inselstaat im Nordatlantik. Dabei halfen auch selbstgemalte Bilder, die typischerweise mit den Bahamas verbunden werden: Sonne, Regenbogen und das Meer.

Doch abseits von wunderschönen Stränden, blauem Wasser und scheinbar fröhlichen Gesichtern hat der Staat mit Gewalt und Krankheiten zu kämpfen. „Die Bahamas gehören zu den zehn Ländern mit der höchsten Rate an Gewaltverbrechen“, berichtete Guse. Besonders Teenager seien davon betroffen. Außerdem lebten viele Frauen an oder unterhalb der Armutsgrenze. Und: „Eine von 25 Frauen leidet an Brustkrebs. Die Ursache dafür ist nicht bekannt“, so Guse.

Schauspiel und Plakate

In einem kleinen Schauspiel wurde dann die Fußwaschung aus der Bibel nachgespielt. In der symbolischen Handlung wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße. Er wolle ihnen damit zeigen, dass auch Christen untereinander zum Dienen bereit sein müssten, erläuterte Guse. Mit Schlagworten auf großformatigen Postern machten die Frauen des Komitees währenddessen auf die tatsächliche Lebenswelt der Frauen auf den Bahamas aufmerksam: Sie zeigten Armut, Mütter im Teenager-Alter, Migrantinnen, HIV-positiv oder eben auch Brustkrebs.

Bereits vor 65 Jahren wurde der Weltgebetstag ins Leben gerufen. Damals waren alle noch ganz in weiß gekleidet, beim Gottesdienst am Sonntag überwogen dagegen bunte Farben und Muster.

Die Kollekte des Gottesdienstes ging an das Bahamas Crisis Center (BCC), indem betroffene Frauen Unterstützung finden.

Das Bahamas Crisis Center (BCC) wurde 1982 in der Hauptstadt Nassau gegründet. Dort werden Frauen sowie Kinder aufgenommen, die Opfer von Gewalt wurden. Das Center ist eine Partnerorganisation des Weltgebetstags-Komitees Deutschland.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen