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Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 17:40 Uhr

Amt Pinnau : Hilfe für das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Vertrag mit dem Diakonieverein Migration ist in Arbeit.

Tangstedt | Überforderte und überlastete ehrenamtliche Flüchtlingshelfer soll es im Amt Pinnau nicht mehr geben: Ab Januar 2016 soll ein Vertrag zwischen Diakonieverein Migration und dem Amt Pinnau für bestimmte, festgelegte Bereiche die Ehrenamtler der Gemeinden des Amts bei der Betreuung von Flüchtlingen weiter entlasten. Doch pünktlich zum neuen Jahr wird der Vertrag offenbar nicht mehr fertig, berichtete Amtsvorsteher Günther Hildebrand (FDP) während der jüngsten Amtsausschusssitzung in Tangstedt.

Zuvor habe Ludger Fischer, Leiter des Pinneberger Diakonievereins Migration, in der Bürgermeisterrunde mit den Oberhäuptern aus Borstel-Hohenraden, Prisdorf, Ellerbek, Tangstedt und Kummerfeld das Konzept vorgestellt. „Dabei ging es vor allem darum, dass sich der Verein um die Erstversorgung kümmert“, erläuterte Hildebrand.

Besonders in der ersten Woche sei der Verein für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig. Konkret sei es um die ersten Schritte der Neuankömmlinge gegangen: Der Transport zum Ordnungsamt, zum Sozialamt, zur Bank, zum Amt Pinnau und anschließend in die Unterkunft. Dort sollen dann ehrenamtliche Helfer die Flüchtlinge empfangen. „Auch danach soll es Unterstützung geben“, sagte der Amtsvorsteher weiter.

Jedoch seien während der Bürgermeisterrunde Absprachen getroffen worden, die in dem Vertragsentwurf nicht enthalten waren. „Das müssen wir erst noch einmal prüfen, bevor wir da eine letztendliche Entscheidung treffen können“, sagte Hildebrand.

Doch Verwaltungschef Detlef Brüggemann betonte während der Sitzung, dass es trotzdem einen fließenden Übergang geben werde. „Außerdem sind sich der Kreis und die Diakonie noch nicht ganz einig, was die Fahrten zum Ordnungsamt und Sozialamt betrifft. Da besteht noch Klärungsbedarf“, erklärte Brüggemann. Jedoch sei Fischer sehr bemüht, alles im Sinne der Flüchtlinge schnellstmöglich zu regeln und so sei es auch beim Amt Pinnau. „Das ist eine gute Sache, damit das Ehrenamt richtig loslegen und eine vernünftige Übernahme stattfinden kann“, sagte Hildebrand. Der Amtsausschuss hatte somit in dieser Sache vorerst keine Entscheidung zu treffen.

Brüggemann appellierte an die Ausschussmitglieder, nach weiterem Wohnraum Ausschau zu halten. Zurzeit sind 140 Flüchtlinge in den Gemeinden des Amts untergebracht. Im nächsten Jahr werden 350 weitere erwartet. Gerade deswegen ist laut Brüggemann der Vertrag mit der Diakonie wichtig, um die Mengen bewältigen zu können. „Momentan kriegen wir das ganz gut hin, aber für das nächste Jahr sind wir langsam am Ende unserer Ideen. Wir brauchen dringend Wohnraum“, betonte Brüggemann. Zwar gebe es über den Jahreswechsel vorerst keine Zuweisungen, doch ab 4. Januar sei mit erneuten Zuweisungen zu rechnen.

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erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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