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Pinneberger Tageblatt

18. November 2017 | 07:40 Uhr

Hilfe für arme Schüler in Mali

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

EngagementOberstufenklasse der Johannes-Brahms-Schule ruft Projekt ins Leben / Erlös finanziert Lehrmaterial

von
erstellt am 26.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Mali in Westafrika ist eines der ärmsten Länder der Welt und wird von politischen und sozialen Unruhen gebeutelt, wie aus den Nachrichten zu erfahren ist. Mangelnde Bildung ist einer der Hauptgründe für die große Armut dort. Viele Kinder und Erwachsene können weder lesen noch schreiben. Der Anteil der Analphabeten liegt weit über 50 Prozent. Doch die Hälfte der Kinder hat überhaupt keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Und wer zu den Glücklichen gehört, muss schnell feststellen, dass es an Lehrmaterial fehlt. Den Gemeinden, die für die Bildung zuständig sind, fehlt es an finanziellen Mitteln.

Als Anna Behrendt, Madita Heinrich und Annika Albert – Schülerinnen der Johannes-Brahms-Schule – davon zum ersten Mal im Erdkunde-Unterricht erfuhren, wurden sie hellhörig. Im Zuge eines Seminarprojekts der Oberstufenklasse wurde mit Hilfe des Vereins „Kinderhilfswerk für die Dritte Welt“ eine Aktion zur Förderung der Bildung in Mali ins Leben gerufen. „Wir unterstützen eine Schule in Sotuba, einem Außenbezirk der Hauptstadt Bamako“, erklärt Madita Heinrich. Die Schule heißt offiziell „Groupe Scolaire Sotuba – Cité de Solidarité“. Die Kinder sind im Alter von sechs bis 17 Jahren. Insgesamt gibt es neun Schulklassen, von der 1. bis zur 9. Klasse. Uwe Schmidt, Vorstand des Kinderhilfswerks für die Dritte Welt, kennt die Schule und hat die Jugendlichen über die Missstände im Bildungswesen informiert.

„Der Schule fehlen wichtige Ausstattungen wie Lehrmaterial und Elektrizität. Wir wollen den 750 Schülern und Schülerinnen eine gute Bildung und eine bessere Zukunft ermöglichen. Die Qualität des Unterrichts soll besser werden“, so Annika Albert.

„Für uns ist es normal, dass wir jeden Tag zur Schule gehen können. Für die Schüler in Sotuba nicht“, sagt Albert. Dort gebe es oft keinen Strom und auch keine Computer. Fünf Schüler müssten aus einem Buch lesen.

Deswegen soll der Erlös primär zur Anschaffung von Schulmaterial verwendet werden. Es werden vor allem Bücher gebraucht, aber auch Strom, um Licht zu haben. Die Aktion ist noch in vollem Gang. Die Schüler haben sich ein Ziel gesetzt: 3500 Euro sollen zusammenkommen. Derzeit liegt die Summe bei 280 Euro. Während eines Flohmarkts wurden 130 Euro gesammelt. Albert fand es schade, dass die Käufer die angebotenen Sachen noch herunterhandeln wollten, obwohl sie wussten, dass an dem Stand für einen guten Zweck gesammelt wurde. „Wir hoffen, dass durch den Bericht in der Zeitung noch mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam werden und spenden“, sagt Albert.

Wer spenden möchte, erhält alle nötigen Informationen auf der eigens eingerichteten Internetseite. Dort kann man sich auch über den Erfolg des Projekts auf dem Laufenden halten


>  khw-dritte-welt.de/zu-persoenlichen-anlaessen-helfen/?bildung-fuer-mali.


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