Hier toben nur die Maulwürfe

Der Rasenplatz des TSV Prisdorfer  gleicht aus der Luft eher einem Acker, als einer Sportanlage. Aus ebenerdiger Perspektive zeicgt sich eine von Maulwürfen geschaffene Berglandschaft. Geschätzte 40  000 Euro Investition könnten die Situation verbessern.
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Der Rasenplatz des TSV Prisdorfer gleicht aus der Luft eher einem Acker, als einer Sportanlage. Aus ebenerdiger Perspektive zeicgt sich eine von Maulwürfen geschaffene Berglandschaft. Geschätzte 40 000 Euro Investition könnten die Situation verbessern.

Der Fußballplatz im Prisdorfer Sportverein ist im Winter wegen Erdhügeln und Regenfällen kaum bespielbar

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14. Februar 2018, 17:05 Uhr

„Das Fußballfeld an der Ahrenloher Straße taugt zeitweise eher für Wasserski als für Fußball. Und vergessen wir nicht unser zweites Problem, die Maulwürfe“. Mit diesen Worten beschrieb Bürgermeister Rolf Schwarz (Foto links, BbP) den Tagesordnungspunkt „Sanierung des Rasenplatzes“, in der Ausschusssitzung für Schule, Sport und Soziales am vergangenen Donnerstag:

„Ein erstes Angebot für eine Drainagesanierung ergab eine Summe von 25 000 Euro, allerdings wurde damit wohl nur die Sanierung für das Fußballfeld selbst berechnet“, erläuterte Schwarz weiter. Er gehe davon aus, dass nicht nur weitere Stränge der Drainage an anderen Stellen der Anlage notwendig sein werden, sondern auch Folgekosten wie beispielsweise die neue Rasensaat, würden die kalkulierten Kosten noch beträchtlich anheben. „Mit allen Folgearbeiten gehe ich eher von einem Betrag von 40 000 Euro aus“, so der Bürgermeister im Ausschuss.

Der Platz wird schwerpunktmäßig von der Spielergemeinschaft (SG) BorKum genutzt. Diese besteht aus jungen Fußballern der Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden, die aufgrund des Zustandes des Platzes kaum eine Chance haben, diesen in nassen Wetterperioden, insbesondere im Winter, zu nutzen. Ist der Winter so besonders nass wie in diesem Jahr, ist die Lage dramatisch. Zwar habe man beim KSV Kummerfeld die Planungen für einen Kunstrasenplatz begonnen, der von der Gemeinde dort auch schon grundsätzlich befürwortet wurde. Dennoch sei die Sanierung der eigenen Anlage im Interesse aller Nutzer und der Verfügbarkeit des Platzes zu unterstützen – so die einhellige Meinung der Ausschschussmitglieder.

Dass die Gemeinde keine Beträge für die Sanierung in ihrem Haushalt 2018 vorgesehen hat, die Sportförderung aus Kreis- oder Landesmitteln aber immer an eine zehnprozentige Unterstützung einer Gemeinde gekoppelt ist, sieht Schwarz nicht als Problem. „Für diesen Betrag gibt es bereits einen Spender. Ein Nachtragshaushalt für 2018 wäre in diesem Fall nicht notwendig, weil der Betrag als Spende vereinnahmt wird“.

Ein Treffen mit dem Vorsitzenden des TSV Prisdorf, Milan Theuerkorn (Foto), soll Klärung bringen, wer nun den Antrag für die Sanierung für die nächste Gemeinderatsversammlung stellen wird, damit die Genehmigungen möglichst bald eingehen und die Arbeiten rasch durchgeführt werden können. Derweil wird nur der Maulwurf im Erdreich intensiven Sport treiben.

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