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„Tag der offenen Tür “ bei der Tafel : Hier steht niemand allein im Regen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bis zu zwölf neue Kunden pro Woche. Mehr Lebensmittel werden benötigt.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2015 | 16:09 Uhr

Schenefeld | Immer mehr Flüchtlinge: Die Auswirkungen bekommt auch die Schenefelder Tafel zu spüren. „Die Flüchtlinge sind auch in Schenefeld angekommen“, betonte Vorstandsmitglied Helga Butenuth während des „Tags der offenen Tür“ in der Einrichtung am Osterbrooksweg. Die Tafel verzeichnet inzwischen 550 registrierte Kunden. Allein zu Anfang des Jahres seien 200 Menschen hinzugekommen. „Ein Großteil der Neukunden sind Flüchtlinge“, ergänzt die Zweite Vorsitzende Birgit Bestmann.

Darüber hinaus gehören zu den Kunden viele auf eine Witwenrente angewiesene Rentnerinnen sowie alleinstehende Mütter mit Kindern. „Allein ein Drittel unserer Tafel-Kunden sind Kinder“, informierte Butenuth. Pro Woche kommen zwischen drei und zwölf Personen hinzu.

Das Tafel-Team freut sich, von Supermärkten aus Halstenbek und Schenefeld unterstützt zu werden. Dennoch benötigt die Tafel noch mehr Lebensmittel. Aktionen der Mitglieder wie „Kauf-eins-mehr“ sind erfolgreich. Die Tafel-Mitglieder stehen während der Aktion vor den Supermärkten und informieren über benötigte Lebensmittel. Dazu gehören lang haltende Produkte wie Nudeln, Reis, Zucker, Mehl, Salz, Konservendosen und Drogerieartikel. Weitere Kauf-eins-mehr-Aktionen sind für den 16. und 17. Oktober sowie für den 4. Dezember geplant. Beim jüngsten Vorhaben gelang es, 50    große Lebensmittel-Kisten zu füllen.

Die Mitglieder sind froh, mit ihrem neuen Kühlfahrzeug diverse Waren abholen zu können. Einige Firmen stellen beispielsweise an ausgewählten Tagen große Mengen von Pizzen zur Verfügung. „Wir haben auf unserem Wagen noch sieben freie Werbeflächen und würden uns freuen, wenn Interessenten Werbung schalten“, betont Bestmann. Durch die Werbung finanziert das Team laufende Kosten für das Fahrzeug. Interessenten können sich unter Telefon 0172/4438686 melden.

Das Team braucht weitere ehrenamtliche Helfer. „Wir suchen Fahrer und Sortierer, die uns unterstützen“, sagte Butenuth. Auch passive Mitglieder seien willkommen. Die ehrenamtliche Helferin Birgitt Schulze profitiert von ihrem Einsatz. „Die Menschen sind über die Lebensmittel sehr froh“, sagt Schulze. Zu helfen, gibt ihr ein gutes Gefühl. Vorstandsmitglied Ilme Osten hat ähnliche Erfahrungen. „Es sind schon sehr persönliche Kontakte entstanden“, bilanzierte Osten.

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