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In eigener Sache : Hier erklären wir Ihnen den Grund für unsere gestrigen Druckprobleme

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein defekter Druckturm hat am Mittwoch für für verspätete Tageszeitung bei unseren Abonnenten geführt.

Kreis Pinneberg | Wegen des Defekts eines kleinen Teils ist am Dienstag ein kompletter Druckturm des Pinneberger A. Beig-Verlags, Herausgeber Ihrer Zeitung, ausgefallen. Die Folge: Abonnenten hatten nicht wie gewohnt am frühen Mittwochmorgen ihre Tageszeitung im Briefkasten. Wegen der deutlich reduzierten Druckkapazität konnten Tageblatt, Barmstedter Zeitung und Elmshorner Nachrichten erst nach 8.30 Uhr an die Zusteller ausgegeben werden.

Ein Techniker baut das reparierte Teil wieder in den Druckturm ein.
Ein Techniker baut das reparierte Teil wieder in den Druckturm ein. Foto: Dierbach
 

„Das ist einer dieser Tage, an denen zum Unglück auch noch Pech dazu kommt“, kommentierte Paul Wehberg, Geschäftsführer des Pinneberger Medienhauses, den Ausfall am „denkbar ungünstigsten Tag mit einer sehr hohen Druckereiauslastung. Das ist, als wenn bei der Formel 1 schon in der ersten Runde das Auto einen Defekt hat und das Rennen trotzdem zu Ende gefahren werden muss“, sagte Wehberg. Dank der Mitarbeiter und Zusteller, die alle an einem Strang gezogen hätten, sei der Rennwagen schließlich über die Ziellinie geschoben worden. Sein Dank galt auch dem großen Verständnis der Leser.

VZG-Prokurist Christoph Welsch brütet über den Zeitplan für die Zustellu
VZG-Prokurist Christoph Welsch brütet über den Zeitplan für die Zustellung. Foto: gma
 

Christoph Welsch, Prokurist der Vertriebs- und Zustellgesellschaft (VZG), und sein Team haben gestern seit 4.30 Uhr unter Hochdruck daran gearbeitet, die mehreren zehntausend Zeitungen zu verteilen. Dabei wurden sie von knapp 200 Zustellern unterstützt, die zum Teil die „doppelte bis dreifache Menge an Zeitungen verteilt haben“, sagte Welsch. „Ohne die flexiblen Kollegen hätten wir das nicht geschafft.“ Parallel hätten sich knapp 5000 Abonnenten beim Verlag gemeldet, die ihre Morgenlektüre vermissten. „Die Leser waren sehr verständnisvoll, nachdem wir ihn erläutert hatten, dass wir aufgrund eines Maschinenschadens nicht früher drucken konnten“, sagte Welsch.

Kundencenter-Leiterin Manuela Seimer im Gespräch mit einem der 5000 Anrufer.
Kundencenter-Leiterin Manuela Seimer im Gespräch mit einem der 5000 Anrufer. Foto: gma
 

Ursache für den Ausfall eines Druckturms war nach Aussage von Rotationsleiter Thorsten Vogel ein kleines Teil, das für die Steuerung der Druckzylinder verantwortlich ist. Dadurch sei es nicht möglich gewesen, Farbe aufs Papier zu bringen. Das Problem: Ein einfacher Austausch war nicht möglich. „Ein Ersatzteil gab es in ganz Deutschland nicht“, erläuterte Vogel. Hilfe versprach schließlich ein Schlosser in Uetersen, der das fehlerhafte Teil reparierte. Gestern dauerte es dann erneut fast sechs Stunden, um das wiederhergestellte Element einzubauen. Erleichterung bei Vogel und seinen Kollegen: Am Abend konnte wieder wie gewohnt gedruckt werden. Und diese Zeitung sollte wie gewohnt in den Briefkästen der Abonnenten liegen. „Ich hoffe, dass es mindestens weitere zehn Jahre dauert, bevor uns erneut so ein schwarzer Dienstag heimsucht“, atmete dann auch Geschäftsführer Wehberg auf.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 13:00 Uhr

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