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Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 02:47 Uhr

Waldenau : Hier entsteht die Kornkrone

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vorbereitung auf Schleswig-Holsteins größtes Erntedankfest vom 2. bis 4. Oktober in Waldenau.

Pinneberg | Das letzte Korn wurde vor einigen Wochen geschnitten, jetzt gehen die Vorbereitungen für das alljährliche Erntedankfest vom 2. bis 4. Oktober in Pinneberg Waldenau los. Die Schnitter und Binder arbeiten bereits an der Dekoration für den ersten Wagen: die Erntekrone mit ihren insgesamt 45 Meter langen Girlanden. „120 Bund Korn stecken darin, mit der Sense von Hand geerntet“, erklärt Organisator Volker Brammer.

Die Kornkrone und die Girlanden aus Getreide, Roggen, Gerste, Weizen und Hafer – allesamt von Feldern aus dem Kreis Pinneberg – symbolisieren auf dem Festwagen die getane Arbeit. Doch noch müssen die etwa 50 Helfer auf dem Hof von Sven Seemann fleißig sein, die Halme werden auf Länge geschnitten und auf Schnüre gebunden. Das wird zwei Wochen dauern.

Ganz vorn mit dabei sind seit sechs Jahren Gerta Jaacks, Iris Hoeckrich und Ilka Jobmann. „Die Krone wird traditionell nach dem letzten Schnitt gebunden und dann dem Bauern überreicht“, so Jobmann. „Wir haben vor allem Spaß, die Arbeit merkt man nicht.“ Die drei begleiten den ersten Wagen auch beim Ernteumzug durch ganz Waldenau auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern. In ihren traditionellen Trachten sollen sie das Fest symbolisieren: „Erntedank ist eine Gemeinschaftssache. Das ist ein großes Ereignis für unser Dorf, wir wachsen zusammen an solchen Tagen.“

Der erste Wagen mit der Ernte ist nur einer von 57 Umzugsteilnehmern, davon 30 Trecker mit geschmückten Anhängern. „Unser ist der größte Erntedankumzug in Schleswig-Holstein“, so Brammer. Wie jedes Jahr beteiligen sich auch wieder Spielmannszüge, Sparten der Sportvereine, die Schülerschule oder auch Kleingärtner. Drei Stunden wird der Umzug dauern, egal, ob die Sonne strahlt oder es regnet. Für die erwarteten 20  000 Besucher gibt es wie immer ein Festprogramm am Jappopweg, das demnächst bekannt gegeben wird.

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erstellt am 05.Sep.2015 | 16:00 Uhr

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