Ellerbek : „Heute ist tatsächlich Baubeginn“

Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP, rechts) mit Mitarbeitern der Baufirmen, des Amtes Pinnau und dem Bauausschussvorsitzenden Heinz-Martin Timm (CDU, Zweiter von rechts), ist froh, endlich mit der Erschließung beginnen zu können.
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Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP, rechts) mit Mitarbeitern der Baufirmen, des Amtes Pinnau und dem Bauausschussvorsitzenden Heinz-Martin Timm (CDU, Zweiter von rechts), ist froh, endlich mit der Erschließung beginnen zu können.

Jahrelange Vorbereitungen für neues Wohngebiet in Ellerbek sind abgeschlossen. Die Gemeindevertretung entscheidet morgen über die Vergabe.

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18. Juni 2014, 12:00 Uhr

Ellerbek | Einen Spaten für das typische Baubeginn-Foto mochte Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) nicht in die Hand nehmen: „Angesichts der Erdmassen, die hier bewegt werden müssen, könnte ich mit einem Spaten nicht viel ausrichten“, sagte er und wählte lieber den bereit stehenden Bagger als Hintergrundmotiv aus.

Zum Baubeginn versammelten sich Vertreter der Firmen Uhl und Burfeind & Tiensch, die die Erschließungsarbeiten ausführen, Vertreter des Amtes Pinnau, der Ellerbeker Bauausschussvorsitzende Heinz-Martin Timm (CDU) sowie der Bürgermeister an dem Ort, der schon bald ganz anders aussehen wird: Laut Bebauungsplan 28 entstehen 22 Baugrundstücke. „Manche sind für Doppelhäuser geeignet, wie viele Wohneinheiten letztlich entstehen, können wir im Moment noch nicht sagen“, erklärte Hildebrand.

Der Weg war lang und sowohl mit bürokratischen Hürden als auch mit unvorhergesehenen Ereignissen gepflastert. „Erst gestern konnten die letzten Voraussetzungen mit der Unteren Naturschutzbehörde geklärt werden“, berichtet Hildebrand. Im Laufe der Auslegungen gab es auch einen Einwand, der Archäologen auf den Plan rief: „Eine Frau erinnerte sich, dass ihr Vater vor Jahrzehnten auf dem Gelände eingebrochen war, vermutlich weil sich dort ein alter Brunnen befand“, erzählt der Bürgermeister.

Es hätte jedoch auch altes Gemäuer sein können. Der Stadtteilname „Ellerburg“ habe zudem vermuten lassen, dass sich auf dem Gelände möglicherweise „etwas historisch ganz Wertvolles“ befinde. Dabei sei dieser Name ganz anders entstanden: „Zunächst war hier Wald, der wurde von den Alliierten nach dem Krieg abgeholzt. Später entstand hier eine Kleingartensiedlung“, so Hildebrand.

Das Gelände selbst sei auf Ellerbeker Grund und Boden und der angrenzende Hamburger Ortsteil heiße Burgwedel. „Das wurde dann zu Eller-Burg zusammengesetzt“, weiß Hildebrand. „Falls wir trotzdem was finden, steht das Landesamt mit Kelle und Pinsel bereit“, sagt Hildebrandt und schmunzelt.

Im nächsten Schritt entscheidet die Gemeindevertretung die Vergabe-Kriterien der Grundstücke in ihrer nächsten Sitzung morgen Abend (19.30 Uhr, Kulturtreff am Rugenbergener Mühlenweg). „Das wollen wir einfach und transparent gestalten“, betont der Bürgermeister. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Bewerbern, doch die Reihenfolge der Anfragen sei hier nicht entscheidend.

„Es wird ein Bewerbungsformular geben mit einer Fristsetzung, danach soll zügig entschieden werden, damit die Bewerber zeitnah planen können“, so Hildebrand weiter. Die Vergabe der Grundstücke an der Willhorner Heide und derer, die im Zuge des Neubaus an der Feuerwache erschlossen wurden, laufe parallel. „Ziel ist, dass die ersten Käufer noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen können“, sagt Hildebrand.

Dafür müssen die Firmen jetzt zügig erschließen: Zunächst werden die Ver- und Entsorgungsleitungen gelegt, anschließend die Baustraßen hergestellt. Die Kosten dafür betragen etwa eine Million Euro. „Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt in zwei Jahren der Endausbau“, ist der Bürgermeister optimistisch.

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