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Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 10:33 Uhr

„Heute ist es der reine Wahnsinn“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 100 freiwillige Helfer räumen in Halstenbek auf / SPD-Bürgermeisterkandidat Claudius von Rüden packt mit Sohn kräftig an

„Wir hatten nicht mit so vielen Helfern gerechnet“, stellte Halstenbeks Umweltberater Rodion Wohlleben am Sonnabend zufrieden fest. Weit mehr als 100 freiwillige Helfer hatten sich auf dem Rathausvorplatz eingefunden, um sich mit Warnwesten, Handschuhen und Greifern zum Müllsammeln einzudecken. Dann verteilten sie sich in Gruppen über die Gemeinde, um im Rahmen der Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ Müll und Unrat zu beseitigen. „Wir hatten es noch nie, dass wirklich alle Greifer weg waren“, sagte Jana Peters aus dem Fachdienst Gebäude- und Flächenverwaltung der Gemeinde.

Vor allem die Bereiche um den Bahnhof, die Sammelcontainer im Bickbargen und in Krupunder waren Wohlleben bereits im Vorfeld aufgefallen. „Wir versuchen diejenigen, die sich für kein bestimmtes Gebiet melden, bewusst dorthin zu schicken“, sagte der Umweltberater. Rund um den Krupunder See kümmerte sich die dort ansässige Bürgerinitiative zusammen mit dem Angelverein um die Sauberkeit.

„Wir haben in diesem Jahr weniger angemeldete Gruppen wie die Tennisspieler des SVHR oder die Freiwillige Feuerwehr, aber insgesamt mehr Helfer“, stellte Wohlleben zufrieden fest. Bei der Ausgabe der Utensilien wurde er von Marion Ehlers sowie drei Mitarbeitern der Gemeindewerke unterstützt, die nach dem ersten Ansturm zunächst einmal für zusätzliche Tische und Sitzmöglichkeiten sorgten. Denn als Dankeschön gab Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) Suppe aus.

Darüber hinaus beteiligten sich etwa 20 Flüchtlinge an der Aktion. „Es ist toll zu sehen, dass sie sich so für die Gemeinde engagieren“, freute sich Wohlleben. „Es macht einen riesen Spaß und heute ist es der reine Wahnsinn“, bilanzierte Ehlers, die die Aktion seit Jahren freiwillig unterstützt.

„Ich kenne mich noch nicht so gut aus in Halstenbek. Wo finde ich denn Müll“, fragte Bürgermeisterkandidat Claudius von Rüden, der unter der Woche vom SPD- Ortsverein einstimmig als Kandidat um die Nachfolge von Hoß-Rickmann ins Rennen geschickt wurde. Mit dabei war von Rüdens Sohn. „Dann wollen wir Halstenbek mal aufräumen“, sagte der SPD-Politiker, als er – bepackt mit Mülltüten – seinen ersten Arbeitseinsatz in der Baumschulengemeinde Halstenbek antrat.



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